Cybersicherheit · Bund · Quelle ✓ Publica (Mitteilung, zitiert) · Presse ✓ 7 Medien · Zahl der Betroffenen unbekannt

Hacker erbeuten Daten der Pensionskasse des Bundes. Der Angriff lief über einen Softwarelieferanten

Publica, die Pensionskasse des Bundes, bestätigte am 8. Oktober einen Datenabfluss nach einem Cyberangriff Ende September auf ihren Softwarelieferanten PK Softech AG. Möglicherweise betroffen sind Löhne, Vorsorgeguthaben, Rentenhöhen und Kontaktdaten; laut SRF auch Namen, AHV-Nummern und Angaben zu Lebenspartnern. Die Bundesanwaltschaft ermittelt, das Unternehmen erstattete Strafanzeige. Wie viele Versicherte betroffen sind, ist unklar. Publica zählte Ende 2025 rund 70'000 aktive Versicherte und 41'600 Rentenbeziehende. Guthaben und Renten seien sicher.

Es ist nach Xplain 2023 der zweite grosse Fall, in dem Bundesdaten über einen Zulieferer abfliessen. Lohndaten und AHV-Nummern sind für Betrüger wertvoll.

Wer bei Publica versichert ist oder eine Rente bezieht, sollte bei Anrufen, E-Mails und SMS, die sich auf Lohn oder Rente beziehen, besonders vorsichtig sein und im Zweifel direkt bei Publica nachfragen.

Publica hat rasch informiert und die Behörden eingeschaltet; die Guthaben sind nicht gefährdet.

Nach Xplain hätte der Bund die Zulieferer strenger kontrollieren müssen. Dass echte Personendaten bei einem Softwarehaus liegen, ist das eigentliche Problem.

Die entscheidende Zahl fehlt noch: wie viele Datensätze. Fragen Sie in den nächsten Tagen nicht nur nach dem Umfang, sondern auch danach, warum ein Softwarelieferant überhaupt Zugriff auf Echtdaten hatte. Darauf müssen Publica und der Bund antworten.

DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 4 · Morgenausgabe · Do., 8. Okt. 2026

Heutige Titelseite lesen →