Schweiz · Italien · Presse ✓ 4 Medien · Verteilung der Summe nicht geprüft

Crans-Montana: 1,5 Millionen Franken Spitalkosten spalten Bern und Rom

SRF, RTS und RSI berichten über eine Rechnung von 1,5 Millionen Franken für die Spitalpflege italienischer Opfer des Brandes von Crans-Montana. Laut RTS weigert sich Italien, sie zu bezahlen. Nach früheren Blick-Berichten sicherte Bundespräsident Parmelin zu, dass Verletzte und Familien die Akutversorgung nicht selbst zahlen. Der Bundesrat prüfe, ob die Schweiz die Rechnungen übernimmt oder das italienische Versicherungssystem zahlt. Le Temps meldet zudem, Indiskretionen belasteten das Strafverfahren.

Es geht um Geld, aber auch um Vertrauen zwischen zwei Nachbarn nach einer Katastrophe mit vielen Toten und Verletzten. Der Fall zeigt, wie ungeklärt die Kostenfrage bei Unglücken mit Auslandspatienten ist.

Betroffene Familien sollen nach den bisherigen Zusagen keine Rechnung zahlen müssen. Sonst verändert sich für Sie nichts, ausser dass Steuerzahler die Summe tragen könnten, falls der Bund sie übernimmt.

Die Schweiz soll kulant sein: Die Opfer dürfen nicht für Abrechnungsfragen zwischen Staaten büssen.

Spitäler haben Anspruch auf Vergütung, und Italien sollte über die Krankenkassen zahlen, wie es unter Nachbarn üblich ist.

Die Summe ist klein im Vergleich zum diplomatischen Schaden eines langen Streits. Wir erwarten, dass der Bundesrat die Frage rasch entscheidet, am ehesten mit einer Übernahme und späterer Verrechnung mit Rom. Zu beobachten ist, ob der Bund eine Regel für künftige Fälle schafft.

DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 5 · Morgenausgabe · Fr., 9. Okt. 2026

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