Huthi-Angriff auf Riad treibt den Ölpreis. Trump: Kein Angriff auf Iran vor den Zwischenwahlen
Die Huthi-Miliz meldete am 8. Oktober einen neuen Angriff auf den Flughafen von Riad. AP zitiert einen Augenzeugen, der eine Evakuierung beschreibt; Reuters meldete Rauch über einem Flugzeug. Lufthansa und indische Airlines setzten Flüge nach Riad aus. Die NZZ schreibt von 82 saudischen Angriffen auf Huthi-Ziele, das ist eine Einzelmeldung. Iran drohte, weitere Routen durch die Strasse von Hormus zu sperren. Der WTI-Preis stieg um 3,6 Prozent auf rund 91,5 Dollar. Trump sagte, die USA würden Iran vor den Zwischenwahlen nicht angreifen, äusserte sich aber laut Bloomberg TV widersprüchlich zu Gesprächen.
Ein Krieg um die Golfstaaten trifft Energiepreise, Flugverkehr und Zinsen gleichzeitig. Je länger Öl teuer bleibt, desto weniger Spielraum haben Zentralbanken, Zinsen zu senken.
Heizöl, Benzin und Flüge können sich mit Verzögerung verteuern. Wer nach Saudi-Arabien reist, sollte den Flugstatus bei der Airline prüfen.
Trumps Zusage senkt kurzfristig das Risiko einer Ausweitung; die USA lassen sich Zeit.
Die Zusage ist an einen Wahltermin geknüpft und widerspricht anderen Aussagen. Für Märkte bleibt das Risiko hoch.
Die Preisbewegung zeigt, dass der Markt Angriffe auf Infrastruktur ernster nimmt als politische Zusagen. Wir achten heute auf drei Dinge: ob der Flughafen Riad den Betrieb normal aufnimmt, ob Swiss und andere Airlines ihre Pläne ändern und ob Iran seine Drohung zur Strasse von Hormus in Taten umsetzt. Solange das offen ist, bleibt die Ölnotierung die wichtigste Zahl des Tages.
DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 5 · Morgenausgabe · Fr., 9. Okt. 2026