Naher Osten · Energie · Presse ✓ 8 Medien · Opferzahlen nicht einheitlich

Huthi greifen Aden und Saudi-Arabien an, die IEA beschleunigt die Freigabe der Ölreserven

Die Huthi-Miliz hat am Donnerstag den Präsidentenpalast in Aden mit Raketen beschossen; der Ministerpräsident und die Minister blieben unverletzt (Reuters, Watson, BBC). Laut dem jemenitischen Informationsminister starben zwei Menschen (BBC). Die von Saudi-Arabien geführte Koalition erklärte, die Huthi hätten versucht, Dutzende Flughäfen, Ölanlagen und Häfen im Königreich anzugreifen (Reuters, FinancialJuice). Die EU und die Golfstaaten verschoben einen Gipfel in Saudi-Arabien (Reuters). Der Gouverneursrat der IEA beschloss, die restlichen 100 Millionen Barrel der Notfallfreigabe vom März zu beschleunigen, darunter über 20 Millionen Barrel Diesel (Reuters, Bloomberg, FinancialJuice). Insgesamt soll die Freigabe 400 Millionen Barrel übersteigen.

Saudi-Arabien ist einer der grössten Ölproduzenten. Angriffe auf Anlagen und Flughäfen treiben die Preise und gefährden die Versorgung, die wegen der Krise in der Strasse von Hormus ohnehin angespannt ist.

Teures Öl schlägt über Benzin, Heizöl und Flugpreise auf die Haushalte durch. Dass der Bund Kerosinreserven freigibt, zeigt die Folgen schon in der Schweiz.

Die Freigabe der Reserven soll die Märkte beruhigen und Engpässe bei Diesel lindern.

Reserven sind begrenzt; bei weiteren Angriffen könnte der Preisdruck zurückkehren.

Gesichert sind der Beschuss in Aden, die Erklärung der Koalition und der IEA-Beschluss. Opferzahlen und der Umfang der Angriffe auf Saudi-Arabien sind nicht überprüft. Wir achten auf weitere Angriffe und auf den Ölpreis.

DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 12 · Morgenausgabe · Fr., 16. Okt. 2026

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