Milliardär Alfred Gantner will Firmen besteuern, die im Ausland rekrutieren: 1,35 Milliarden Franken pro Jahr für die Haushalte
Der Milliardär Alfred Gantner hat vorgeschlagen, Unternehmen zu besteuern, die im Ausland rekrutieren. 24 heures meldete den Vorschlag am Samstag um 15:02 Uhr UTC, die Tribune de Genève und Google News Schweiz führen ihn ebenfalls. Die Idee würde nach der Zusammenfassung rund 1,35 Milliarden Franken pro Jahr einbringen. Das Geld ist für die Haushalte bestimmt. Als Ziel nennt die Zusammenfassung, den Zuzug zu bremsen. Zum Satz pro Person, zum Verfahren und zur Vereinbarkeit mit dem Freizügigkeitsabkommen machen die Berichte keine Angaben.
Eine solche Abgabe würde Firmen mit hohem Bedarf an ausländischen Fachkräften, etwa in Pflege, Bau, Gastronomie und Technologie, am stärksten belasten. Gleichzeitig könnten Haushalte eine Rückverteilung erhalten, was die politische Rechnung verändert.
Wer in einer betroffenen Branche arbeitet oder ein Unternehmen führt, kann den Vorschlag verfolgen, muss aber nicht handeln: Es gibt keine Vorlage. Interessierte können bei Parteien und Verbänden nachlesen, ob sie den Gedanken aufnehmen.
Ein Vorschlag ist noch kein Gesetz, aber er verschiebt die Debatte: Plötzlich zahlt nicht mehr der Zuwanderer, sondern der Arbeitgeber. Ob das Wirtschaft und Wähler überzeugt, entscheidet sich nicht im Interview.
DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 14 · Morgenausgabe · So., 18. Okt. 2026