Physik-Nobelpreis für Francis Halzen, den Mann hinter dem Neutrino-Detektor im Südpoleis
Der Nobelpreis für Physik 2026 geht allein an Francis Halzen, 82, Professor an der University of Wisconsin–Madison, für maßgebliche Beiträge zum IceCube-Observatorium und die Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs. Halzen schlug 1988 vor, den antarktischen Eispanzer als Detektor zu nutzen; IceCube liegt zwei Kilometer tief im Eis. An IceCube arbeiten rund 450 Menschen aus 14 Ländern. Das Preisgeld beträgt zwölf Millionen Kronen, etwa 1,2 Millionen Dollar.
Neutrinos durchqueren fast alles; ihre Spur zeigt, wo im Universum extrem energiereiche Prozesse laufen. IceCube eröffnete damit ein neues Fenster der Astronomie.
Für die Praxis nichts, für das Weltbild viel.
Der Preis geht an einen Einzelnen für ein Projekt von Hunderten; Halzen betonte selbst, er hoffe, die Ehrung spiegle die Arbeit aller.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 2 · Morgenausgabe · Di., 6. Okt. 2026