Bund untersagt dem chinesischen Reeder Cosco den Einstieg beim Hamburger Logistiker Zippel
Die Bundesregierung hat die geplante Übernahme von 80 Prozent des Hamburger Logistikers Zippel durch die chinesische Staatsreederei Cosco untersagt. Laut Handelsblatt fiel die Entscheidung im Kabinett ohne Aussprache; ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums bestätigte sie. Begründet wird sie mit Sicherheit: Der Erwerb hätte Abhängigkeiten vertieft und Lieferketten gefährdet. Mehrere Ressorts hatten gewarnt, auch wegen der logistischen Unterstützung von Bundeswehr und NATO. Zippel hat 210 Beschäftigte und rund 80 Millionen Euro Umsatz. Der Zippel-Chef zeigte sich enttäuscht und ließ offen, ob er klagt.
Die Entscheidung folgt dem Kurs, kritische Infrastruktur nicht von chinesischen Staatskonzernen abhängig zu machen.
Kein Effekt auf Verbraucher.
Beobachten Sie, ob Zippel rechtlich dagegen vorgeht und ob Peking reagiert.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 3 · Morgenausgabe · Mi., 7. Okt. 2026