Wall Street schließt im Minus, KI-Werte fallen nach OpenAI-Zahlen, die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt auf 5,23 Prozent
Die US-Börsen schlossen am Donnerstag uneinheitlich. S&P 500 minus 0,47 Prozent auf 7.765,36, Nasdaq minus 1,25 Prozent auf 27.193,34, Dow plus 0,10 Prozent auf 51.231,64. Das Handelsblatt führt den Rückgang bei KI-Werten auf den Umsatz von OpenAI zurück, der 20 Milliarden Dollar unter den bisherigen Erwartungen liegen soll; Bloomberg schreibt, OpenAI belaste US-Chipwerte. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe fiel um 4,6 Basispunkte auf 5,231 Prozent. WTI stieg auf 91,49 Dollar, Brent auf 104,28 Dollar. Gold legte um 0,2 Prozent zu. Die Fed-Vertreter Musalem und Waller sprachen laut Bloomberg und Reuters für weitere Zinserhöhungen.
Hohe Renditen, teures Öl und der Zweifel an den KI-Umsätzen treffen zusammen. Das ist die Mischung, die den Dax am Donnerstag unter 24.800 Punkte drückte und die Börsen anfällig macht.
Höhere US-Zinsen verteuern auch in Europa Kredite und Baufinanzierungen. Wer Aktienfonds mit hohem Technologieanteil hält, spürt die Schwankung der KI-Werte direkt.
Die Korrektur bei KI-Werten ist gesund: Bewertungen waren hoch, ein Umsatzdämpfer bei OpenAI bringt sie auf den Boden zurück.
Wenn die Notenbank weiter erhöht und das Öl über 100 Dollar bleibt, sind Verluste kein Ausrutscher, sondern der Anfang eines Trends.
Zwei Zahlen sind zu beobachten: die Rendite bei 5,2 Prozent und Brent bei 104 Dollar. Fällt die eine oder die andere deutlich, entspannt sich das Bild. Die OpenAI-Zahl ist bislang eine Berichtslage, keine Firmenangabe.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 5 · Morgenausgabe · Fr., 9. Okt. 2026