Altkanzler Schröder besucht Putin zum Geburtstag in Moskau, die Zeit nennt es eine „umstrittene Freundschaft“
Altkanzler Gerhard Schröder besuchte nach Angaben des Kreml Wladimir Putin zu dessen Geburtstag in Moskau. Spiegel, Zeit und FAZ berichten übereinstimmend. Ort, Dauer und Inhalt des Gesprächs sind nicht belegt. Der Spiegel meldet zudem einen Aufsichtsratsposten Schröders bei einem russischen Ableger von Globus (eine Quelle). Der Kreml stimmte Rubio zu, dass der Ukraine-Krieg festgefahren sei; Selenskyj kritisierte Rubio laut FAZ-Liveblog scharf. Ukrainische Unterhändler reisen am Freitag in die USA.
Schröder ist das bekannteste Beispiel für persönliche Verbindungen zwischen Deutschland und dem Kreml. Sein Besuch fällt in eine Zeit, in der Berlin Russland als Bedrohung behandelt und die Ukraine auf Unterstützung angewiesen ist.
Für die meisten hat der Besuch keine direkten Folgen. Er prägt aber die Debatte darüber, wie nah man Russland als Politiker kommen darf.
Ein Altkanzler darf Freunde besuchen; der Besuch ist eine private Geste und kein Staatsakt.
Wer jahrelang Geld aus russischen Unternehmen bezieht und Putin zum Geburtstag besucht, schadet dem Ansehen Deutschlands.
Es gibt wenig Neues an der Haltung Schröders, aber der Zeitpunkt zählt. Wir prüfen, ob der Aufsichtsratsposten von weiteren Medien bestätigt wird.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 5 · Morgenausgabe · Fr., 9. Okt. 2026