Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an, während Washington Dieselsanktionen aussetzt und die IEA Ölreserven schneller freigeben will
Präsident Selenskyj kündigte neue Angriffe auf russische Ölraffinerien an (Zeit, Handelsblatt, Spiegel, MDR, BILD; nach Reuters unter Berufung auf die Financial Times). T-Online meldet, die Ukraine habe die Angriffe schon wieder aufgenommen; Reuters berichtet von einem Feuer in der Raffinerie von Rjasan nach einem Drohnenangriff (Einzelquelle). Der Spiegel stellt die Ankündigung in den Zusammenhang eines Deals der USA mit dem Kreml. Das Handelsblatt schreibt, Trump setze Dieselsanktionen gegen Russland aus, Moskau sehe in den Angriffen einen Affront gegenüber Trump. Nach dem Kreml nimmt Russland die Dieselexporte wieder auf (Reuters). Washington prüft zudem Lockerungen für Schiffe der Schattenflotte (Spiegel, FAZ, n-tv, Reuters). Die IEA will die Freigabe ihrer Ölreserven beschleunigen (Reuters, Zeit, Handelsblatt, Bloomberg).
Diesel ist knapp und teuer, das trifft Wirtschaft und Haushalte (Handelsblatt). Angriffe auf Raffinerien, Sanktionslockerungen und Reservenfreigabe wirken in verschiedene Richtungen auf den Markt.
Heizöl und Kraftstoff bleiben ein Preisrisiko. Wie sich Diesel an der Zapfsäule entwickelt, ist nicht bestätigt; in Frankfurt etwa musste die Lufthansa wegen knappen Kerosins vorsorglich zusätzlich tanken (Reuters, Handelsblatt).
Die Ukraine will Russlands Einnahmen und Kriegsfähigkeit treffen und fühlt sich laut Spiegel von den USA im Stich gelassen.
Moskau spricht von einem Affront gegenüber Trump (Handelsblatt); Senatoren beider Parteien fordern ein Ende des Dieseldeals (n-tv, Einzelquelle).
Wir achten darauf, ob die USA die Schattenflotten-Sanktionen tatsächlich lockern und ob die Ukraine weitere Raffinerien trifft. Die Brent-Marke von 105,92 Dollar stammt nur von FinancialJuice; Experten bezweifeln den Nutzen einer Lockerung (n-tv).
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 12 · Morgenausgabe · Fr., 16. Okt. 2026