Merz pocht beim EU-Gipfel auf einen deutlich kleineren Haushalt und will russisches Vermögen nicht in die USA überführen
Beim EU-Gipfel in Brüssel verhandeln die Staats- und Regierungschefs über den neuen EU-Haushalt, den Handelsblatt und Tagesschau einen Billionen-Haushalt nennen. Merz erwartet „sehr, sehr schwierige“ Verhandlungen (Spiegel, Handelsblatt). Deutschland verlangt ein deutlich kleineres Budget als bislang vorgeschlagen (Handelsblatt, Euronews); Merz nennt die Pläne laut Spiegel „unbezahlbar“ und knüpft den Haushalt nach der WirtschaftsWoche an Bürokratieabbau. Einige Länder teilen seine Sicht, andere lehnen die Sparvorschläge ab; ein großer Knall blieb aus (Tagesschau). Zur Ukraine sagte Merz, die Hilfe müsse weitergehen oder wachsen (Spiegel). Eingefrorenes russisches Vermögen müsse in Europa bleiben, sagte er nach dem Bericht der Financial Times über einen US-Vorschlag zur Freigabe (Handelsblatt, Spiegel).
Der Haushalt legt fest, wofür die EU in den kommenden Jahren Geld hat, etwa für Landwirte und Zukunftsprojekte (Zeit, Spiegel). Deutschland pocht auf Einsparungen.
Ein kleineres EU-Budget kann die Zahlungen Deutschlands senken, aber auch Programme kürzen, von denen Regionen und Betriebe profitieren. Wie viel es für Deutschland ausmacht, rechnet der Spiegel vor; wir bestätigen die Zahlen nicht.
Der Spiegel kommentiert, Merz solle in der Haushaltsfrage hart bleiben.
Brüssel fordert laut Spiegel mehr Mittel; einige Länder können den Sparvorschlägen nichts abgewinnen (Tagesschau).
Wir achten darauf, ob der Gipfel zu einer Einigung führt oder ob die Verhandlungen in die Länge gehen. Die Zahlen zum Haushalt nennen wir nicht, weil die Meldungen sie uneinheitlich darstellen; der US-Vorschlag zu russischem Vermögen stammt nur aus der Financial Times.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 12 · Morgenausgabe · Fr., 16. Okt. 2026