Der Ausverkauf bei KI-Werten geht weiter: Asiens Börsen brechen ein, CoreWeave gerät unter Druck, der DAX schließt dennoch im Plus
Nach der höher als erwarteten US-Inflation schloss die Nasdaq am Mittwoch 1,88 Prozent tiefer bei 26.692,87 Punkten, ihrem größten Tagesverlust seit dem 23. Juli (Straits Times, Einzelquelle); der Dow Jones gab nur leicht nach (zwei thailändische Börsenportale). In Asien setzte sich der Ausverkauf am Donnerstag fort (Handelsblatt, Spiegel, n-tv, heise, Reuters, AP). CNBC meldet einen Einbruch des Kospi um 7 Prozent (Einzelquelle). TSMC legte Rekordzahlen vor: Der Gewinn stieg laut n-tv um 68,7 Prozent. Trotzdem gaben Chipwerte nach (Tagesschau, Finanzen.net, Bloomberg). CoreWeave, Anbieter von Rechenzentren für KI, verlor weiter an Kurs; Bloomberg schreibt, Kreditausfallversicherungen preisen eine Ausfallwahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent in fünf Jahren ein. Der DAX schloss nach den Kursdaten bei 25.382,62 Punkten, 0,33 Prozent höher (Einzelquelle).
Die Sorge ist, dass höhere Zinsen die teuren Investitionen in KI-Rechenzentren erschweren und Kredite ausfallen könnten. Das trifft Chipkonzerne, Rechenzentrumsbetreiber und über Indizes auch Anleger, die nicht gezielt in Technologie investiert haben.
Wer ETFs auf Technologie- oder Weltindizes hält, kann Schwankungen spüren. Kursausschläge an einem Tag sagen wenig über die langfristige Entwicklung; wer bald Geld braucht, sollte das Risiko kennen.
Die Fakten sprechen laut Tagesschau eine andere Sprache als die Kurse: TSMC lieferte starke Zahlen. Nvidia-Chef Huang sagte, CoreWeave brauche keine Stütze (FinancialJuice, Einzelquelle).
Selbst gute Nachrichten aus dem Chipsektor helfen nicht mehr, schreibt das Handelsblatt; die Sorge gilt den Schulden hinter dem KI-Boom.
Wir achten darauf, wie Xetra und Wall Street heute auf den Ausverkauf reagieren und ob CoreWeave seine Schulden stützen kann. Zahlen aus nur einer Quelle haben wir als solche gekennzeichnet; den Euro-Kurs konnten wir nicht bestätigen.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 12 · Morgenausgabe · Fr., 16. Okt. 2026