Europa · Ukraine · ✓ 3 Medien · Höhe der Hilfe ist eine Forderung, kein Beschluss

Selenskyj wirbt in Brüssel um EU-Milliarden – und Trump legt nach

Beim EU-Gipfel in Brüssel hat der ukrainische Präsident Selenskyj nach Berichten von Spiegel und Google News um weitere Hilfen geworben und, so mehrere Medien, rund 70 Milliarden Euro von der EU gefordert; die Ukraine hat demnach ein Haushaltsloch für das kommende Jahr. Die Summe ist eine Forderung, kein Beschluss, und drei Medien berichteten darüber. Laut Handelsblatt hat US-Präsident Trump seine Kritik an Selenskyj erneuert, während die EU deeskalieren will. Zeit und Handelsblatt zitieren Trump mit der Aussage, er sei nicht für eine Drosselung des Starlink-Satelliteninternets verantwortlich, die die Ukraine in Bedrängnis bringt. Die Tagesschau meldet unmittelbar vor Selenskyjs Auftritt, Russland stelle weitere Unternehmen aus westlichem Besitz unter Kreml-Kontrolle; eine Zusage der EU zur Hilfssumme nennen die Meldungen nicht.

Fließt das Geld nicht, droht Kiew eine Lücke im Staatshaushalt, die dann Partner schließen müssten. Bleibt der Streit mit Washington bestehen, hängt mehr an den europäischen Hauptstädten, auch an Berlin.

Als Steuerzahler sollten Sie die Zahl 70 Milliarden als Verhandlungsanfang lesen und nicht als Rechnung. Achten Sie in den nächsten Tagen darauf, ob Gipfelerklärungen eine konkrete Summe nennen oder nur Absichten.

Selenskyj nennt eine Zahl, Trump liefert den Streit, und die EU hat noch keine Antwort. Spannend ist nicht der Betrag, sondern wer in Europa ihn tragen will.

DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 13 · Morgenausgabe · Sa., 17. Okt. 2026

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