Trump setzt Sanktionen gegen Russland aus, Selenskyj fordert 70 Milliarden Euro von der EU
US-Präsident Donald Trump hat laut Tagesschau gerade erst beschlossene Sanktionen gegen Russland ausgesetzt und das mit dem „nationalen Interesse“ begründet. Die Zeit meldet, Russland habe die Entscheidung als „historischen Moment“ begrüßt; ein russischer Unterhändler äußerte sich entsprechend. Die Tagesschau erwähnt einen zuvor geschlossenen, umstrittenen Diesel-Deal zwischen Trump und Russland. Die Deutsche Welle berichtet, der ukrainische Präsident Selenskyj fordere von der EU weitere 70 Milliarden Euro. Laut einer weiteren Meldung steht beim EU-Gipfel die Frage im Raum, ob die Unterstützung für die Ukraine bröckelt. Wie lange die Aussetzung gilt, ist in den Meldungen nicht genannt.
Sanktionen sind das wichtigste Druckmittel des Westens gegen Moskau; setzen die USA sie aus, ändert sich die Verhandlungsposition der Ukraine und der Europäer. Zugleich steigt die finanzielle Last für die EU, die laut Selenskyj weitere Milliarden aufbringen soll.
Wer Energiepreise oder Aktien verfolgt, sollte Sanktionsmeldungen als Zwischenstand betrachten, weil sie sich schnell ändern können. Als Bürger lohnt sich die Frage, wofür die EU Milliarden bereitstellt und wie das im Bundeshaushalt auftaucht.
Wer Sanktionen aussetzt, bevor sie wirken, verschenkt den Hebel, den er gerade erst geschmiedet hat. Europa muss sich fragen, ob es für die Ukraine mehr zahlen will als Washington.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 14 · Morgenausgabe · So., 18. Okt. 2026