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IG Metall: Volkswagen plant, die Gehälter bis 2030 einzufrieren

Der Volkswagen-Konzern plant nach Angaben der IG Metall, die Gehälter bis 2030 einzufrieren (Zeit, Handelsblatt, Tagesschau, FAZ, ZDF). Nach ZDF haben Betriebsräte eine Anweisung des Konzernvorstands weitergegeben, wonach Personalverantwortliche weltweit das Gehaltsniveau festschreiben und Erhöhungen aussetzen sollen. Die Anweisung gelte seit Anfang Oktober und erfasse laut Gewerkschaft auch variable Vergütung und Sonderzahlungen. Die IG Metall befürchtet Reallohnverluste von mindestens zehn Prozent. Volkswagen äußert sich zu den Berichten nicht, der Betriebsrat nennt den Plan unrealistisch. Die Tarifverhandlungen sollen Ende November beginnen, die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld. Mehrere betriebliche Tarifverträge hat der Konzern zum 31. Dezember 2026 gekündigt.

Ein Gehaltsstopp über mehrere Jahre würde bei steigenden Preisen real weniger Kaufkraft bedeuten und die Ausgangslage der Tarifrunde verschieben. Die Gewerkschaft nutzt die Veröffentlichung, um vor Beginn der Verhandlungen Druck auf das Management aufzubauen.

Beschäftigte bei Volkswagen und Zulieferern sollten die Entwicklung der Tarifrunde verfolgen, weil Abschlüsse bei VW oft als Orientierung dienen. Für alle anderen gilt: Es handelt sich bislang um einen Plan, den Volkswagen nicht bestätigt.

Die IG Metall und der Betriebsrat sehen in dem Vorhaben einen Angriff auf die Einkommen der Belegschaft und kündigen Widerstand an. Sie verweisen darauf, dass die Beschäftigten schon in der Vereinbarung von 2024 auf Lohnerhöhungen verzichtet hatten.

Das Management steht nach den Berichten unter Kostendruck und hat Tarifverträge gekündigt; es lehnt die Forderung nach fünf Prozent mehr Geld ab. Zu den internen Anweisungen nimmt der Konzern nicht Stellung, sodass seine Begründung öffentlich nicht vorliegt.

Bestätigt ist, dass IG Metall und Betriebsräte den Plan öffentlich machen; die Anweisung selbst hat Volkswagen nicht bestätigt. Offen sind die Reichweite für die einzelnen Gesellschaften und die Position des Konzerns. Zu beobachten sind die Äußerungen des Vorstands und der Start der Tarifrunde Ende November.

DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 16 · Morgenausgabe · Di., 20. Okt. 2026

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