Gravierende PHP-Sicherheitslücke bedroht Webseiten weltweit
ZEIT ONLINE, Handelsblatt und Tagesschau berichteten am 21. Oktober über eine schwerwiegende Sicherheitslücke in der Webskriptsprache PHP. Betroffen sein könnten laut ZEIT ONLINE Blogs, Onlineshops und Nachrichtenportale. Die Schwachstelle kann Angreifern die vollständige Kontrolle über Server geben. IT-Experten forderten laut ZEIT ONLINE und Handelsblatt, ungeschützte Webseiten abzuschalten. Die Tagesschau veröffentlichte eine Übersicht dazu, was über die Lücke bekannt ist. Eine Zahl bereits kompromittierter Server nannten die Berichte nicht.
PHP läuft auf einem großen Teil des Webs, deshalb kann eine einzelne Lücke sehr viele Seiten gleichzeitig betreffen. Gibt eine Schwachstelle Zugriff auf den Server, sind neben der Seite auch Kundendaten und andere Dienste auf demselben Rechner gefährdet.
Wer einen Onlineshop, Blog oder Vereinsseite betreibt, ist über Hoster oder Agentur betroffen. Für Nutzer bedeutet das ein höheres Risiko, dass Daten auf betroffenen Seiten abfließen.
IT-Experten halten das Abschalten ungeschützter Seiten für angemessen, solange keine Korrektur eingespielt ist, weil der Schaden bei einer Übernahme groß sein kann.
Betreiber kleiner Seiten und Shops sehen in einer Abschaltung einen Umsatzverlust; sie sind auf schnelle Updates ihrer Anbieter angewiesen.
Gesichert ist die Existenz der Lücke und die Warnung der Experten. Unbekannt sind Zahl der Angriffe und der Stand der Korrekturen. Heute lohnt der Blick auf Meldungen zu Updates und auf Hinweise von Behörden.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 18 · Morgenausgabe · Do., 22. Okt. 2026