Huthi-Angriffe auf Flughafen Riad: zwölf Tote, am Sonntag erneut ein Einschlag
Der Flughafen King Khalid in Riad wurde am Samstag, 10. Oktober, von der jemenitischen Huthi-Miliz angegriffen; zwölf Menschen starben, Hunderte wurden verletzt (ORF, AP; die Salzburger Nachrichten nennen 13). Am Sonntag schlug laut der saudisch geführten Militärkoalition ein Geschoss im Terminal 4 ein, die Zivilluftfahrtbehörde meldete Verletzte. Die Huthi drohen mit weiteren Schlägen gegen saudische Flughäfen. Nach ihren Angaben bombardierte Saudi-Arabien den Flughafen Sanaa, was nicht unabhängig bestätigt ist. Die Zivilluftfahrtbehörde bestätigte einen Angriff auf den Flughafen Dammam.
Angriffe auf einen internationalen Flughafen treffen Zivilisten und den Luftverkehr und erhöhen das Risiko eines größeren Krieges in der Golfregion, durch die ein großer Teil des weltweiten Öls fließt.
Reisen nach Saudi-Arabien sind riskanter geworden; Großbritannien rät von nicht notwendigen Reisen nach Dschidda ab. Steigende Spannungen können den Ölpreis und damit Benzin und Diesel verteuern.
Saudi-Arabien und seine Verbündeten sehen in den Angriffen Terror gegen Zivilisten und kündigen Vergeltung an.
Die Huthi begründen ihre Schläge mit dem saudisch geführten Krieg im Jemen und drohen mit weiteren Angriffen.
Zwei Einschläge in 24 Stunden zeigen, dass die Huthi saudische Ziele erreichen. Beobachten sollte man, ob Saudi-Arabien oder die USA zurückschlagen und ob Airlines die Flüge dauerhaft streichen.
DailyDrop Ausgabe Österreich Nr. 8 · Morgenausgabe · Mo., 12. Okt. 2026