Märkte: Heiße US-Inflation und Tech-Ausverkauf drücken die Kurse, Anleger rechnen mit weiteren Zinsanhebungen – ATX-Schluss nicht bestätigt
Die US-Verbraucherpreise stiegen im September laut Reuters wegen teureren Benzins und mit festerer Kerninflation; Bloomberg spricht vom schnellsten Anstieg seit fünf Monaten, die FT nennt 3,7 Prozent. Die Aktien gaben nach: Chipwerte fielen, der Russell 2000 rutschte laut Bloomberg in eine Korrektur. Fed-Vertreter wie Daly und Bowman signalisierten, weitere Zinserhöhungen seien möglich, aber nicht dringlich. In Asien weitete sich der Ausverkauf bei Technologiewerten aus (Reuters, Bloomberg, FT). In Europa sprechen sich EZB-Ratsmitglieder laut FinancialJuice für weitere Straffung aus. Den ATX-Schluss und den EZB-Referenzkurs für Mittwoch konnte DailyDrop nicht aus zwei Quellen bestätigen.
Höhere Zinsen verteuern Kredite und drücken Aktien, vor allem bei hoch bewerteten Technologiewerten. Dass Inflation und Energiepreise gleichzeitig steigen, erschwert den Notenbanken die Wahl.
Wer eine variable Finanzierung hat, sollte mit steigenden Zinsen rechnen. Sparerinnen und Sparer profitieren möglicherweise von höheren Zinsen, verlieren aber an Kaufkraft, wenn die Teuerung bleibt. Felbermayr vom Wifo warnt vor einem „importierten Teuerungsschub“.
Befürworter weiterer Zinsanhebungen verweisen auf die festere Kerninflation und auf die Gefahr, dass sich Preiserhöhungen verfestigen.
Andere, wie Bowman, sehen Zeit zum Abwarten; zu starkes Straffen könnte das Wachstum bremsen.
Wir nennen keine Schlusskurse, die zwei Quellen nicht tragen. Zu beobachten ist, wie die europäischen Börsen auf den Ausverkauf in Asien reagieren und ob sich die Äußerungen der Notenbanker zu einer klaren Linie verdichten.
DailyDrop Ausgabe Österreich Nr. 11 · Morgenausgabe · Do., 15. Okt. 2026