EU und China wollen Hybridauto-Exporte halbieren. Der Streit um Elektroautos geht weiter
Die EU und China haben ein «gemeinsames Verständnis» zu Hybridfahrzeugen erreicht, berichten Reuters, Le Temps und CNBC. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič sagte laut Reuters, die Exporte von Hybrid- und Plug-in-Hybridautos in die EU sollten um mehr als die Hälfte sinken. Das chinesische Handelsministerium bestätigte eine Verständigung im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation, nannte aber keine Zahl. Mechanismus und Zeitplan sind offen. Laut FT stiegen die Importe von rund 3'800 auf etwa 50'000 Fahrzeuge pro Monat.
Der Autohandel ist ein zentraler Streitpunkt zwischen der EU und China. Ein Abkommen auf Mengen statt Zölle wäre ein neuer Weg, einen Handelskonflikt zu entschärfen.
Die Schweiz gehört nicht zur EU, ist aber ein offener Automarkt. Weniger chinesische Hybride in Europa könnten das Angebot und die Preise verändern.
Eine Mengenbegrenzung schützt Europas Hersteller und Arbeitsplätze, ohne neue Zölle.
Weniger Wettbewerb verteuert Autos und bremst die Verbreitung günstiger, effizienter Fahrzeuge.
Das Wort «halbieren» stammt von der EU, nicht von Peking. Bis eine Zahl, ein Zeitplan und ein Kontrollmechanismus vorliegen, bleibt die Verständigung eine Absichtserklärung. Wir achten auf die Beratung der EU-Staaten und auf die Gespräche über Mindestpreise bei reinen Elektroautos.
DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 6 · Morgenausgabe · Sa., 10. Okt. 2026