Trump verlangt für die Ukraine einen «neuen Präsidenten». Russische Angriffe auf Saporischschja töten mindestens 20
US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, es sei «Zeit für die Ukraine, einen neuen Präsidenten zu bekommen», nachdem Wolodymyr Selenski das Dieselabkommen mit Russland kritisiert hatte. Washington Post, Japan Times, Straits Times, RTS und 24 heures berichten übereinstimmend. Die ukrainische Regierung stellte sich laut Zeit und Handelsblatt hinter Selenski, der britische Premier Burnham bekräftigte laut Straits Times seine Solidarität. Laut CBS wird Kiew die Angriffe auf russische Ölanlagen nicht einstellen. Ein russischer Angriff auf Saporischschja tötete nach CNA mindestens 20 Menschen, die Straits Times meldet 21; frühere Berichte nannten 7 bis 12 Tote, darunter drei Kinder. Laut New York Times lehnen einige Republikaner den Import russischen Diesels ab.
Wenn der US-Präsident öffentlich einen Wechsel an der Spitze eines Verbündeten verlangt, stellt das die Linie des Westens in Frage. Dazu kommt, dass das Dieselabkommen Russland Einnahmen verschafft, während Städte beschossen werden.
Die Schweiz übernimmt Sanktionen in der Regel von der EU. Ob sie auf die US-Lockerung reagiert, ist offen; der Bund hat sich dazu noch nicht geäussert. Für Verbraucher zählt am Montag der Dieselpreis.
Wer einen schnellen Frieden will, muss mit Moskau reden und Preise senken; die Ukraine müsse sich bewegen.
Wer Russland Einnahmen verschafft und die Führung eines Verbündeten angreift, verlängert den Krieg und schwächt die Ukraine in Verhandlungen.
Belegt ist Trumps Satz, nicht ein Plan. Wir achten auf drei Dinge: ob Brüssel und Berlin gegen die Forderung auftreten, ob die Opferzahl in Saporischschja bestätigt wird und ob Washington die Lizenz für russischen Diesel anpasst. Der Preis am Montag ist keine Antwort auf die politische Frage.
DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 7 · Morgenausgabe · So., 11. Okt. 2026