Dschibuti: Über 100 Migranten sterben bei Schiffsunglück
Ein überladenes Boot mit nach UNO-Angaben mehr als 300 Passagieren, mehrheitlich aus Äthiopien, kenterte in der Nacht auf Freitag vor Dschibuti auf dem Weg nach Jemen (BBC, SRF, 24 heures). Die UNO nannte am Sonntag zunächst mindestens 109 Tote und über 116 Vermisste, darunter 15 Kinder (Reuters, RTS, BBC). Le Temps und 24 heures sprechen später von mindestens 139 Toten und 84 Vermissten; über 80 Menschen überlebten. Die Zahlen unterscheiden sich je nach Stand der Meldung.
Jedes Jahr versuchen Zehntausende, vom Horn von Afrika über die Meerenge Bab al-Mandab die Arabische Halbinsel zu erreichen. Die Route gilt als gefährlich; der Krieg im Jemen erschwert sie zusätzlich.
Für die Schweiz ohne direkte Folgen. Die Zahlen zeigen, wie gefährlich die Migrationsrouten rund um das Rote Meer sind.
Die Opferzahl ist noch nicht gesichert. Wir halten uns an die UNO-Angaben und nennen die Abweichung offen.
DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 8 · Morgenausgabe · Mo., 12. Okt. 2026