Ukraine-Krieg · Sicherheit · Presse ✓ 9 Medien · Angaben von Selenski, nicht unabhängig geprüft

Raketen treffen Kiew, ein Kraftwerk ist betroffen: Die Ukraine erhielt von den Partnern keine Vorwarnung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski sagte am Dienstag, die Ukraine habe vor einem russischen Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew keine Warnung ihrer Partner erhalten; fünf Raketen hätten zivile Infrastruktur getroffen (Guardian, UNITED24, Kyiv Post, CNN). In der Nacht auf Mittwoch traf ein weiterer Angriff ein wichtiges Kraftwerk der Stadt, wieder ohne Vorwarnung (BBC, Watson, Antiwar.com). Reuters meldet zwei Tote; eine zweite Bestätigung haben wir nicht. Der Guardian verweist darauf, dass die USA zuvor gedroht hatten, den Austausch von Geheimdienstinformationen zu stoppen. Laut Financial Times verknüpfte Selenski die fehlende Warnung nicht ausdrücklich damit. Trump sagte, die USA gäben weiterhin Geheimdienstinformationen an die Ukraine weiter (SRF).

Ballistische Raketen sind in wenigen Minuten am Ziel. Ohne Vorwarnung bleibt der Zivilbevölkerung kaum Zeit, Schutz zu suchen, und die Luftverteidigung kann sich schlechter vorbereiten. Ein Treffer auf ein Kraftwerk verschärft zudem die Lage im Winter, über dessen Vorbereitung Selenski und Bürgermeister Klitschko streiten.

Direkte Folgen für die Schweiz gibt es nicht. Wer in der Ukraine Angehörige hat oder Hilfsprojekte unterstützt, sollte wissen, dass der Strom im Winter knapp werden kann. Der Ölpreis, bei dem Händler laut Reuters auch den russischen Dieselfluss abwägen, wirkt mittelbar auf Schweizer Tankstellen.

Die Ukraine fordert von den Partnern verlässliche Warnungen, weil sie sonst Zivilisten und Anlagen schlechter schützen kann.

Ob Partner überhaupt etwas verschwiegen haben, ist offen: Blick hält fest, dass unklar ist, ob die USA Informationen zurückhielten, und Trump sagt, die USA gäben weiterhin Informationen weiter.

Belegt ist, dass Kiew in zwei Nächten keine Vorwarnung erhielt und ein Kraftwerk getroffen wurde. Offen ist, warum, und ob die USA etwas damit zu tun haben. Wir achten auf eine Erklärung der Partner, auf weitere Treffer an Kraftwerken und darauf, ob Moskau auf die von Trump verkündete Energie-Waffenruhe eingeht.

DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 10 · Morgenausgabe · Mi., 14. Okt. 2026

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