Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs: Der am Dienstag entfernte Lungenknoten war bösartig
Papst Leo XIV. ist am Dienstag in der Gemelli-Klinik in Rom wegen eines Knotens an der Lunge operiert worden (SRF, NZZ, Reuters). Der Vatikan teilte am Abend mit, der Eingriff sei gut verlaufen, der Papst sei in sein Zimmer zurückgekehrt (RTS, Blick). Danach wurde bekannt, dass der Knoten bösartig war (SRF, Tages-Anzeiger, Le Temps, 24 heures, swissinfo, AP, Politico). Laut SRF wurde der untere Lappen des rechten Lungenflügels entfernt. Sein Arzt sagte laut Tages-Anzeiger, der Eingriff sei gut verlaufen, der Befund aber besorgniserregend. Le Temps nennt ein Lungenadenokarzinom, weitere Untersuchungen seien vorgesehen. Die Genesung kann laut 24 heures drei Monate dauern. Der Papst ist amerikanischer Staatsbürger (24 heures).
Der Papst leitet die katholische Kirche mit weltweit mehr als einer Milliarde Gläubigen. Ein Krebsbefund wirft Fragen nach Belastbarkeit und Terminen auf, die der Vatikan bisher nicht beantwortet hat. Dass er Eingriff und Diagnose öffentlich nennt, wertet eine in Le Temps zitierte Stimme als Revolution in der Kommunikation des Vatikans.
Direkte Folgen für die Schweiz sind nicht gemeldet. Für katholische Gläubige ist die Gesundheit des Papstes ein Thema, das die Kirche beschäftigen dürfte; Reaktionen der Schweizer Bischöfe liegen uns nicht vor.
Der Vatikan geht offen mit dem Befund um: Er kündigte den Eingriff vorab an und nannte die Diagnose danach.
Die Angaben stammen bisher vom Vatikan und vom Arzt des Papstes; eine unabhängige medizinische Einordnung fehlt, und zur Prognose haben sich die Quellen nicht geäussert.
Belegt ist ein bösartiger Befund nach einer gelungenen Operation, mehr nicht. Eine Prognose, Termine und Reisen nennen die Quellen nicht. Wir achten darauf, ob der Vatikan einen Bericht zur weiteren Behandlung vorlegt und ob er Audienzen und Termine der kommenden Wochen absagt.
DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 10 · Morgenausgabe · Mi., 14. Okt. 2026