Abstimmung vom 29. November: Erste Umfrage sieht Nein zur höheren Mehrwertsteuer für die 13. AHV-Rente und Ja zum Feuerwerksverbot
Die erste Abstimmungsumfrage von 20 Minuten zeigt ein deutliches Ja zur Feuerwerksinitiative und ein klares Nein zur höheren Mehrwertsteuer für die 13. AHV-Rente. 24 heures nennt 60 Prozent Nein zur Steuererhöhung. La Liberté titelt, drei von vier Vorlagen würden abgelehnt. Die Mehrwertsteuer soll um 0,4 Prozentpunkte steigen (20 Minuten). Am Dienstag starteten das Ja-Lager zur Mehrwertsteuer, das Komitee der Feuerwerksinitiative und der Bundesrat mit der Nein-Kampagne zur Steuerinitiative der Mitte ihre Kampagnen (Blick, SRF, 20 Minuten, Tages-Anzeiger, NZZ). Zur Zahl der Befragten und zur Fehlerspanne äussern sich unsere Quellen nicht.
Die 13. AHV-Rente ist beschlossen, ihre Finanzierung nicht. Sagt das Volk Nein zur Mehrwertsteuer, muss die Politik einen anderen Weg finden, etwa über andere Einnahmen oder, wie ein Gewerkschaftsboss warnt, über ein höheres Rentenalter (20 Minuten). Zugleich zeigt die Umfrage, dass Volksabstimmungen sich in sechs Wochen noch deutlich drehen können.
Stimmberechtigte entscheiden am 29. November über vier Vorlagen. Die Argumente der Lager sind in den Abstimmungsunterlagen des Bundes nachzulesen. Eine höhere Mehrwertsteuer würde alle treffen, auch Rentnerinnen und Rentner.
Befürworter argumentieren, ohne höhere Mehrwertsteuer drohe ein höheres Rentenalter; die 13. Rente müsse finanziert sein.
Gegner halten die Steuererhöhung für nicht tragbar; die Umfrage legt nahe, dass sich 60 Prozent der Befragten ihnen anschliessen.
Eine Umfrage sechs Wochen vor dem Termin ist ein Stimmungsbild, keine Prognose. Wichtig ist, was fehlt: Wir kennen weder Stichprobe noch Fehlerspanne und haben keine Zahlen zum Kriegsmaterialgesetz. Wir achten auf die nächste Welle der Umfrage und darauf, ob die Kampagnen die Werte bewegen.
DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 10 · Morgenausgabe · Mi., 14. Okt. 2026