Zweite Nacht ohne Vorwarnung: Raketen treffen Kiew, und die Ukraine beklagt Einschränkungen bei Starlink
Russland griff in der Nacht auf Mittwoch erneut Kiew an, die zweite Nacht in Folge ohne Vorwarnung der Verbündeten (Al Jazeera, Kyiv Post, FAZ, Handelsblatt). Eine Rakete traf ein Heizkraftwerk und ein Wohnhaus im Stadtteil Desnjanskyj; Bürgermeister Klitschko nannte rund zwanzig Verletzte (El Economista, Infobae). Landesweit starben mindestens sechs Menschen (France 24, SCMP, RFI), nach Selenski waren 600'000 Menschen ohne Strom (ABC News, France 24). Tages-Anzeiger und AD zählen 39 ballistische Raketen und über 120 Drohnen. Zu Luzk gehen die Angaben auseinander: ANSA nennt drei Tote, SRF sechs. Kiew meldet zudem plötzliche Einschränkungen bei Starlink, die Drohnen und Luftabwehr behinderten (The Verge, PBS, NBC News, The Hill). Axios berichtete von einer US-Drohung, Geheimdienstinformationen auszusetzen (Kyiv Post, The Hill); Trump bestreitet einen Stopp (Kyiv Post).
Ohne Vorwarnung können Zivilisten weniger Schutz suchen, und ohne Starlink verliert die Armee Verbindungen für Drohnen und Luftabwehr. Beides trifft die Ukraine, während Trump die Angriffe auf russische Raffinerien kritisiert (El Universal) und sie laut NZZ offenbar stoppen will.
Für die Schweiz zählt vor allem der Energiepreis: Angriffe auf Energieanlagen und auf Raffinerien beeinflussen Öl und Gas. Direkte Folgen für die Schweiz sind nicht gemeldet.
Die USA setzen die Ukraine unter Druck, um die Kämpfe zu beenden und die Treibstoffpreise zu senken.
Wer Warnungen und Verbindungen kappt, hilft Russland, auch wenn niemand das beabsichtigt.
Belegt sind die Angriffe und die fehlende Vorwarnung. Ob die USA Informationen zurückhalten und wer Starlink einschränkt, ist nicht belegt: Kiew behauptet es, Musk verweist auf die US-Regierung (Le Temps, Watson), SpaceX äussert sich in unseren Quellen nicht. Wir achten auf eine Antwort aus Washington.
DailyDrop Ausgabe Schweiz Nr. 11 · Morgenausgabe · Do., 15. Okt. 2026