—SMI · Mittwochsschluss nicht bestätigt

DailyDrop.

—USD/CHF · Mittwochsschluss nicht bestätigt
SMI—USD/CHF—S&P 500—WTI—Gold—
Weltwirtschaft · ChinaPresse ✓ 10 Medien · Zahlen laut Zollbehörde

Chinas Exporte wachsen im September um 36 Prozent, der Handelsüberschuss steuert auf eine Billion Dollar zu

Die Zollbehörde meldet den grössten Sprung seit der Pandemie, getragen vom Boom bei künstlicher Intelligenz. Das Handelsblatt erwartet mehr Druck auf die EU-Verhandler vor dem Gipfel in Brüssel.

Chinas Ausfuhren sind im September gegenüber dem Vorjahr um 36,3 Prozent gestiegen, gerechnet in Dollar (AP, Al Jazeera, Clarín, FinancialJuice). Analysten hatten im Mittel 25,5 Prozent erwartet (FinancialJuice). Laut Al Jazeera ist es der grösste Sprung seit der Corona-Pandemie, die New York Times spricht vom schnellsten Wachstum in fast jedem Monat seit dem Ende der Finanzkrise. In Yuan gerechnet legten die Exporte um 29,6 Prozent zu (FinancialJuice, Infobae, La Vanguardia); der Unterschied zwischen den beiden Zahlen erklärt sich durch den Wechselkurs von Yuan und Dollar. Die Zollbehörde veröffentlichte die Werte am Mittwochvormittag Ortszeit. Die Importe wuchsen laut Clarín um 31 Prozent; Reuters schreibt, sie hätten sich beschleunigt, und die Financial Times führt das auch auf die hohen Ölpreise zurück. Als Motor nennen Financial Times, Zeit Online und La Vanguardia den KI-Boom, vor allem Chips und Elektroautos. Die South China Morning Post beziffert die Chip-Ausfuhren auf 45 Milliarden Dollar, ein Plus von 136 Prozent; diese Zahl stützt kein zweites Medium. Für die ersten neun Monate meldet die Zollbehörde ein Exportplus von 16,4 Prozent in Yuan (FinancialJuice). Ihr stellvertretender Minister sagte laut FinancialJuice, der Ausblick für das vierte Quartal bleibe unverändert, für das ganze Jahr blieben aber Unsicherheiten, auch durch geopolitische Konflikte.

Der Handelsüberschuss steuert damit auf einen Rekord zu (New York Times). Bloomberg schreibt, er nähere sich 940 Milliarden Dollar; Handelsblatt und Boursorama sehen die Marke von einer Billion in Reichweite. Ein Grund ist die schwache Nachfrage im Inland, die China auf den Export setzen lässt (Clarín, Handelsblatt). Dazu passt, dass Chinas Inflation im September bei 0,9 Prozent lag, erwartet waren 1,0 Prozent (n-tv, nur dieses Medium). Das Handelsblatt hält in einem Kommentar fest, Peking mache sich damit abhängig von einer Nachfrage, die nicht ewig anhalte. AP verweist darauf, dass der Druck wachse, den Handel wieder auszugleichen. Europa spürt es besonders: Die Ausfuhren nach Deutschland und in die EU legten weiter zu (Handelsblatt), und BFMTV nennt für die ersten neun Monate ein Defizit der EU-Staaten gegenüber China von 247 Milliarden Euro, ein Plus von 26 Prozent. Der Internationale Währungsfonds forderte bei seiner Jahrestagung in Bangkok, China solle weniger von Exporten abhängen (El Economista). Die South China Morning Post schreibt, chinesische Elektroautohersteller träfen zugleich Massnahmen aus Brüssel und Peking, nämlich eine EU-Quote und die Kürzung einer Mehrwertsteuer-Rückerstattung; Analysten senkten deshalb ihre Gewinnprognosen. ASML-Finanzchef Roger Dassen warnte laut De Telegraaf, strengere US-Exportbeschränkungen würden Chinas technologischen Aufstieg nicht stoppen. Ob und wie die Schweiz betroffen ist, geht aus den Meldungen nicht hervor. Wir achten heute auf Reaktionen der EU und darauf, ob der KI-Boom die Ausfuhren auch im Herbst trägt.

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Zahlen des Tages
36,3 %Plus der chinesischen Exporte im September in Dollar (AP, Al Jazeera)
25,5 %Zuwachs, den Analysten erwartet hatten (FinancialJuice)
29,6 %Plus der Exporte in Yuan gerechnet (Infobae, La Vanguardia)
Schweiz · DigitalpolitikPresse ✓ 7 Medien · Gesetz erst 2027

Bundesrat verschärft den Jugendschutz im Netz, verzichtet vorerst aber auf ein Social-Media-Verbot für Kinder

Der Bundesrat will den Entwurf für ein Plattformgesetz um Regeln zum Jugendschutz ergänzen. Medienminister Albert Rösti stellte am Mittwoch die Ergebnisse der Vernehmlassung vor (20 Minuten, SRF, RTS); der Bundesrat reagiert damit auf Kritik am Vorentwurf (SRF, Tages-Anzeiger). Der Vorentwurf erfasste zunächst nur Google und soziale Netzwerke; nun sollen auch grosse KI-Anbieter in die Pflicht genommen werden, und sie dürfen Minderjährige nicht mit personalisierter Werbung anlocken (Tages-Anzeiger). Plattformen müssen die Risiken für Minderjährige bewerten und dann verringern (24 heures, Tribune de Genève); dazu kommen neue Transparenzpflichten für Plattformen und Suchmaschinen, die auch Google, Meta, TikTok und YouTube träfen (RTS). Ein Zugangsverbot für Kinder gibt es vorerst nicht, obwohl mehrere Länder Beschränkungen erwägen: Le Temps schreibt, der SVP-Bundesrat Rösti setze «für den Moment» auf einen pragmatischen Ansatz, und die Vorlage spalte selbst die Regierung. Blick spricht von einer sanften Regulierung der Tech-Riesen. Bei Parteien, Kantonen und Verbänden fand der Vorentwurf laut SRF Zustimmung. Das Gesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen will der Bundesrat im Juni 2027 vorlegen (Watson). Die deutsche Regierung beschloss am selben Tag Eckpunkte für Beschränkungen: Unter 13 Jahren soll Social Media tabu sein, mit Übergangsregeln (Zeit Online, tagesschau). Offen bleibt, wie die Pflichten im Detail aussehen und durchgesetzt werden. Wir beobachten, ob im Parlament Vorstösse für ein Verbot folgen.

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Wort des Tages
VernehmlassungPolitik

Verfahren, in dem Kantone, Parteien und Verbände zu einem Gesetzesentwurf des Bundes Stellung nehmen, bevor der Bundesrat ihn dem Parlament vorlegt.


Ukraine-Krieg · PolitikPresse ✓ 12 Medien · Angaben zu Starlink nicht unabhängig bestätigt

Zweite Nacht ohne Vorwarnung: Raketen treffen Kiew, und die Ukraine beklagt Einschränkungen bei Starlink

Russland hat in der Nacht auf Mittwoch erneut Kiew angegriffen, die zweite Nacht in Folge ohne Vorwarnung der Verbündeten (Al Jazeera, Kyiv Post, FAZ, Handelsblatt). Eine Rakete traf ein Heizkraftwerk und ein Wohnhaus im Stadtteil Desnjanskyj; Bürgermeister Witali Klitschko sprach von rund zwanzig Verletzten (El Economista, Infobae). Landesweit starben mindestens sechs Menschen (France 24, SCMP, RFI), und nach Selenski waren 600'000 Menschen ohne Strom (ABC News, France 24). Der Tages-Anzeiger und AD zählen 39 ballistische Raketen und über 120 Drohnen. Selenski sagte, Moskau zeige Washington damit «Respektlosigkeit», denn Donald Trump hatte eine Energie-Waffenruhe verkündet (El Economista). Zur Zahl der Toten in Luzk gehen die Angaben auseinander: ANSA nennt drei Tote und zehn Verletzte, SRF sechs Tote.

Kiew wirft Washington vor, weniger Informationen zu teilen. Axios hatte berichtet, US-Beamte hätten gedroht, den Austausch von Geheimdienstinformationen wegen ukrainischer Schläge auf russische Raffinerien auszusetzen (Kyiv Post, The Hill); Trump bestreitet einen Stopp (Kyiv Post), kritisiert die Angriffe auf Raffinerien aber (El Universal). Dazu kommen laut ukrainischen Angaben plötzliche Einschränkungen bei Starlink, dem Satellitennetz von SpaceX; sie behinderten Drohneneinsätze und Luftabwehr (The Verge, PBS, NBC News, The Hill). Polens Aussenminister Radosław Sikorski fragte Elon Musk, ob er wieder Politik mit seinen Produkten mache (Handelsblatt, The Standard). Musk führt jede Verlangsamung auf die US-Regierung zurück (Le Temps, Watson); eine Stellungnahme von SpaceX nennen unsere Quellen nicht. SRF zitiert Selenski mit dem Satz, er fühle sich von Trump «betrogen». Der Präsident reiste nach London, wo ihn Premierminister Andy Burnham und König Charles III. empfangen sollten (Sky News, ANSA). Wir achten heute auf eine Antwort aus Washington und von SpaceX.

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Vatikan · GesundheitPresse ✓ 12 Medien · weitere Befunde stehen aus

Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs: Die Operation gilt als erfolgreich, ob der Tumor ganz entfernt ist, bleibt offen

Der Vatikan hat am Dienstagabend bekannt gegeben, dass Papst Leo XIV. an Lungenkrebs erkrankt ist. Der 71-Jährige wurde im Gemelli-Spital in Rom operiert, die Ärzte entfernten den unteren Lappen der rechten Lunge (CBS News, PBS, The Hill, RFI). Der Eingriff dauerte laut Vatikan etwa 90 Minuten und verlief ohne Komplikationen (PBS, RFI). Es handelt sich um ein Adenokarzinom, eine häufige Form von Lungenkrebs (Evening Standard, 24 heures, New York Times). Erst am Sonntag hatte Leo einen Knoten in der Lunge öffentlich gemacht, der in einem sehr frühen Stadium entdeckt worden sei (Handelsblatt, National Post).

Der Papst verbrachte nach der Operation eine ruhige Nacht (Tages-Anzeiger). Ob der Eingriff den Krebs ganz beseitigt hat, ist offen (Tages-Anzeiger); weitere Untersuchungen sollen klären, ob er gestreut hat (Buenos Aires Times, unter Berufung auf eine Quelle im Vatikan). Medien heben die ungewöhnliche Offenheit des Vatikans hervor: Über Krankheiten von Päpsten sei früher spät, vage oder gar nicht gesprochen worden (Watson, NZZ, Le Temps). Sein älterer Bruder Louis Prevost hat laut CBS News und Watson ein Multiples Myelom. Am Mittwoch drückten Staatschefs weltweit ihre Anteilnahme aus (SRF). Watson meldete in der Nacht, Leo habe sich erstmals seit der Operation zu Wort gemeldet und die geplante Südamerika-Reise stehe weiter im Kalender; das schreibt nur Watson. Wir achten heute auf Mitteilungen aus der Klinik und auf mögliche Absagen von Terminen.

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Märkte · WirtschaftPresse ✓ 6 Medien · Schlusskurse nicht bestätigt

Hohe US-Inflation belastet die Wall Street, in Zürich stützen defensive Titel den SMI

Die US-Verbraucherpreise lagen im September 3,7 Prozent über dem Vorjahr (Handelsblatt, Zonebourse). Von August auf September stiegen sie um 0,6 Prozent (Handelsblatt). Die Zahl war höher als erwartet und stärkte die Wetten auf Zinserhöhungen der US-Notenbank (Bloomberg, Zonebourse). Der US-Börsenexperte Markus Koch hält im Handelsblatt eine Erhöhung Ende Oktober für wahrscheinlicher. Die Wall Street gab nach, Technologiewerte führten die Verluste an (El Economista, Zonebourse); starke Quartalszahlen der Grossbanken überzeugten die Anleger kaum (Handelsblatt). Die sechs grössten US-Banken verdienten im dritten Quartal rund 22 Milliarden Dollar im Handel (City AM). Schlusskurse der US-Indizes konnten wir nicht bestätigen.

In Zürich stieg der SMI laut Watson klar, getragen von defensiven Titeln; Cash schreibt, er habe zum Schluss einen Teil der Gewinne wieder abgegeben. Den Schlusskurs konnten wir bei keinem zweiten Medium bestätigen, die Kästen oben zeigen deshalb einen Strich. Im Tagesverlauf waren laut Finanz und Wirtschaft Lonza, Alcon und Sika gefragt, Swiss Re verlor nach einer Herabstufung, Nestlé erholte sich von einem Acht-Monate-Tief. Der Chipausrüster ASML meldete ein Rekordquartal dank der KI-Nachfrage und hob seine Prognose leicht an; er warnt, die Nachfrage 2027 und 2028 womöglich nicht ganz bedienen zu können (Bloomberg, Zonebourse). Der Ölpreis stieg zur Wochenmitte erneut (Watson, Handelsblatt); Folha führt das auf neue Huthi-Angriffe auf Aramco in Dhahran zurück. Für Pensionskassen und Sparer wirken solche Ausschläge zeitversetzt.

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Kurz gefasst
  • Huthi greifen laut Saudi-Arabien auch einen Aramco-Verwaltungsbau in Dhahran an, das Tennisturnier Six Kings Slam in Riad wird auf Dezember verschobenFrance 24 · Handelsblatt · BBC
  • Der Mont Blanc misst 4807,47 Meter, 1,88 Meter mehr als bei der Messung 2023Le Temps · 24 heures · BFMTV
  • Betrugsfälle in der Schweiz haben sich zwischen 2022 und 2025 fast verdoppelt, zeigt der «Crime Survey 2025»RTS · 24 heures · blue News · Watson
  • Die Finma hält den Notfallplan der Postfinance für noch nicht konform, jene von ZKB und Raiffeisen genügenRTS · SRF · Finanz und Wirtschaft
  • Texas verklagt Nestlés US-Tochter Gerber wegen Schwermetallen in BabynahrungTages-Anzeiger · Tribune de Genève · blue News
  • Nach dem tödlichen Unfall auf der Achterbahn «Goliath» in Georgia untersucht der Walliser Hersteller Bolliger & Mabillard, die Six-Flags-Aktie verliert über 14 ProzentTages-Anzeiger · 20 Minuten · ABC News
  • Die Bank of America zahlt 1,2 Milliarden Dollar Strafe wegen Verstössen gegen Geldwäscherei-PflichtenSRF · Tages-Anzeiger · Le Temps
  • In der Demokratischen Republik Kongo überschreitet die Zahl der Ebola-Fälle 9000Al Jazeera · CP24 · NDTV
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Unbestätigt — was wir nicht belegen konnten

«Die USA haben den Informationsaustausch mit der Ukraine abgeschaltet.» Nicht belegt. Kiew beklagt zwei Nächte ohne Vorwarnung; Axios berichtete von einer Drohung, nicht von einem Stopp, und Trump bestreitet ihn (Kyiv Post).
«Ukrainische Schläge auf Yandex-Rechenzentren haben die russischen Propaganda-Bots lahmgelegt.» Nicht belegt. Selenski behauptete es; SRF fand keine Belege, 20 Minuten und CBC bezweifeln den Zusammenhang.
«Musk hat Starlink für die Ukraine aus eigenem Antrieb gedrosselt.» Nicht belegt. Polens Aussenminister Sikorski wirft ihm Politik vor, Musk verweist auf die US-Regierung (Le Temps, Watson).
Glossar · gepunktete Wörter — Begriffe aus Wirtschaft, Recht, Sicherheit und Wissenschaft, im Zusammenhang der Meldung erklärt. Die Liste wächst täglich.
IN DIESER AUSGABEChinas Exporte wachsen im September um 36 Prozent, der Handelsüberschuss steuert auf eine Billion Dollar zuWeltwirtschaft · ChinaBundesrat verschärft den Jugendschutz im Netz, verzichtet vorerst aber auf ein Social-Media-Verbot für KinderSchweiz · DigitalpolitikZweite Nacht ohne Vorwarnung: Raketen treffen Kiew, und die Ukraine beklagt Einschränkungen bei StarlinkUkraine-Krieg · PolitikPapst Leo XIV. hat Lungenkrebs: Die Operation gilt als erfolgreich, ob der Tumor ganz entfernt ist, bleibt offenVatikan · GesundheitHohe US-Inflation belastet die Wall Street, in Zürich stützen defensive Titel den SMIMärkte · Wirtschaft