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Merz: „Wir müssen in der Regierung zusammenbleiben“. Streit um die Rente mit 63 hält die Koalition in Atem

Im ARD-Format „Bericht aus Berlin“ mahnte Kanzler Merz seine Koalition zur Geschlossenheit. Es gebe wiederholt Streit über die geplanten Sozialreformen, das Reformpaket vom Juli solle die Grundlage bleiben und bis zum Frühjahr 2027 umgesetzt werden, mit Entscheidungen in Bundestag und Bundesrat Anfang 2027. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sagte im ZDF, Meinungsverschiedenheiten gehörten zum Regieren. Wirtschaftsministerin Reiche verwies in der „Bild am Sonntag“ auf den SPD-Widerstand gegen das Ende der Rente mit 63 (der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren). Arbeitsministerin Bas arbeitet an Ausnahmen für körperlich harte Arbeit. Ein Koalitionsausschuss steht in dieser Woche an. Nach den Landtagswahlen im September, die beide Koalitionsparteien hart trafen, sind laut RTL/ntv-Trendbarometer nur zehn Prozent mit Merz' Arbeit zufrieden.

Die Rente ist der Punkt, an dem der Streit in der Koalition am sichtbarsten wird. Ohne Einigung bleibt das Reformpaket vom Juli unvollendet; der Kanzler hat sich auf das Frühjahr 2027 festgelegt.

Wer 2027 oder später mit 63 in Rente gehen will, sollte die Ausnahmen für schwere Arbeit im Auge behalten; beschlossen ist noch nichts.

Eine Rente ohne Abschläge nach 45 Jahren belohnt Frühverrentung, während Fachkräfte fehlen. Ausnahmen für Pflege und Bau sind der vernünftige Kompromiss.

Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat sich die Rente verdient. Das Ende der Regel träfe vor allem Menschen mit körperlich harter Arbeit.

Die interessante Zahl ist nicht die Umfrage, sondern der Termin: Frühjahr 2027. Wer ein Paket so weit in die Zukunft datiert, rechnet mit Streit bis dahin. Die Frage ist, ob die Ausnahmeregeln für harte Arbeit die SPD überzeugen.

DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 1 · Morgenausgabe · Mo., 5. Okt. 2026

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