Politik · Sachsen-Anhalt · Presse ✓ 7 Medien · Rücktrittsforderungen intern, ohne Namen

CDU in Sachsen-Anhalt vor der Zerreißprobe: Abgeordnete verlangen den Rücktritt von Schulze, Radtke fordert Parteiausschluss für Abweichler

Bei der Wahl von Tobias Rausch (AfD) zum Landtagspräsidenten gab es nach Berichten 48 Ja-Stimmen, 29 Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen. Sven Schulze hatte seine CDU-Fraktion aufgerufen, sich zu enthalten, doch nur wenige der 15 Abgeordneten folgten. Die Fraktion ist von 40 auf 15 Mitglieder geschrumpft. Nach SZ und MDR wird Schulze intern zum Rücktritt aufgefordert; ein CDU-Bundesfraktionsvize kritisiert ihn. CDA-Chef Dennis Radtke verlangt ein Parteiausschlussverfahren, falls sich zeigt, dass CDU-Abgeordnete für Rausch stimmten. CDU-Landesvize Tullner sagt der FAZ, man sei keine AfD-Hilfstruppe. Nach dem ZDF-Politbarometer sehen gut zwei Drittel die AfD als Gefahr. Ein Landesparteitag ist für Anfang Dezember geplant.

Wie die CDU in Magdeburg mit den Abweichlern umgeht, ist ein Test für ihre Abgrenzung nach rechts, und der Streit könnte die Landespartei spalten.

Für das Land hängt daran, wer im Dezember zum Ministerpräsidenten gewählt wird und ob es eine stabile Regierung gibt.

Eine geheime Wahl lässt sich nicht aufklären; was zählt, ist, ob die CDU die Frage dennoch intern klärt. Achten Sie auf den Parteitag im Dezember.

DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 4 · Morgenausgabe · Do., 8. Okt. 2026

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