Wirtschaft · Konjunktur · Quelle ✓ Wirtschaftsministerium, Herbstprojektion · Presse ✓ 7 Medien

Die Bundesregierung hebt ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 1,3 Prozent an. Für 2027 erwartet sie 1,1 Prozent und drei Prozent Inflation

Das Wirtschaftsministerium hat seine Herbstprojektion vorgelegt: 2026 soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,3 Prozent wachsen (bisher 0,5), 2027 um 1,1 Prozent (bisher 0,9), 2028 um 0,6 Prozent. Die Forschungsinstitute kommen im Herbstgutachten laut Reuters auf dieselben Werte. Die Verbraucherpreise sollen 2026 um 2,7 Prozent steigen, 2027 um 3,0 und 2028 um 2,2 Prozent; vor allem Benzin und Diesel treiben die Inflation. Die Exporte wachsen 2026 um 3,7 Prozent, die Investitionen 2027 um 1,6 Prozent, der private Konsum 2026 um nur 0,3 Prozent; die Arbeitslosenquote liegt bei 6,4 Prozent. Das Ministerium sagt, die Wirtschaft sei widerstandsfähiger als erwartet, nennt als Risiken die Kriege im Iran und in der Ukraine und rät zu Strukturreformen; Reiche warnt laut ZDF vor Euphorie.

Die Prognose ist Grundlage von Steuerschätzung und Haushalt 2027. Dass sie deutlich besser ausfällt als im Frühjahr, entlastet die Planung. Dass die Inflation 2027 höher liegen soll als 2026, dämpft den Effekt.

Mehr Wachstum, aber höhere Preise: Der private Konsum wächst kaum. Für Beschäftigte hängt vieles an Energiepreisen und Lohnabschlüssen.

Die Wirtschaft schlägt die Erwartungen: Exporte, Bau und Investitionen ziehen an, die Krise ist überstanden.

Ein Plus von 1,3 Prozent folgt auf magere Jahre; die Inflation von 3,0 Prozent 2027 frisst die Kaufkraft, und die Kriege sind das große Risiko.

Die interessanteste Zahl ist die 0,3: So wenig wächst der private Konsum trotz Aufschwung. Das Wachstum kommt von Bau und Export, nicht von den Haushalten.

DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 4 · Morgenausgabe · Do., 8. Okt. 2026

Heutige Titelseite lesen →