Nach Magdeburg sucht die Union ihre Linie: CSU-Vize Weber nennt die Brandmauer eine „Riesenbelastung“, Merz verurteilt Schröders Putin-Besuch als „unmoralisch“
Nach der Wahl des AfD-Politikers Rausch zum Landtagspräsidenten ringt die Union um ihre Linie. CSU-Vize Weber nannte die Brandmauer nach der Zeit eine „Riesenbelastung“; die FAZ berichtet über Fragen zum Abstimmungsverhalten der CDU-Abgeordneten. Der Bundestag debattierte in einer Aktuellen Stunde. Altkanzler Schröder löste mit seinem Besuch bei Putin zum Geburtstag Empörung aus; Merz nannte ihn „unmoralisch“ (Deutsche Welle, Spiegel) und war nach Reuters „zutiefst empört“. In Mecklenburg-Vorpommern stimmten SPD und Linke für Koalitionsverhandlungen mit den Grünen.
Die Frage, wie die CDU mit der AfD umgeht, entscheidet über ihre Glaubwürdigkeit und über die Stabilität der Koalition in Berlin.
Für Sie hat das vor allem politische Folgen: Ob die Koalition ihre Reformen zu Rente und Steuern noch durchbringt, hängt von ihrer Stabilität ab.
Die Union muss ihre Abweichler zur Rede stellen und klar sagen, wo ihre Grenze verläuft.
Eine geheime Wahl in einem Landtag ist keine Bundeskrise. Wer daraus eine Kanzlerfrage macht, hilft der AfD.
Das Entscheidende ist nicht das Wort „Brandmauer“, sondern ob die Union einen Beschluss fasst, an den sich alle halten. Dazu gibt es bislang nichts. Zu Schröder gibt es dagegen kaum zwei Meinungen, nur die Frage, ob die SPD Konsequenzen zieht.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 6 · Morgenausgabe · Sa., 10. Okt. 2026