Huthi treffen den Flughafen Riad ein zweites Mal, Terminal in Flammen, Wirtschaftsministerin Reiche sitzt fest, Dammam ebenfalls Ziel
Am Samstag starben bei einem Raketenangriff auf den Flughafen King Khalid in Riad nach Angaben der saudischen Zivilluftfahrtbehörde mindestens 12 Menschen, 309 wurden verletzt (Reuters, AP, Tagesschau, Zeit, Handelsblatt). Am Sonntag schlug erneut ein nicht identifiziertes Geschoss ein, nach 1News traf es das Passagierterminal (BBC, PBS, 1News). Die Behörde nennt für den Sonntag einen Toten und elf Verletzte (FinancialJuice). Die Huthi bekannten sich und drohen weiteren Fluglinien (Reuters, Zeit, CBS). Auch der Flughafen Dammam war Ziel (Handelsblatt, FinancialJuice). Wirtschaftsministerin Reiche kam nicht wie geplant aus Riad weg (Spiegel, Zeit, Handelsblatt).
Die Huthi greifen mit zivilen Flughäfen die Verkehrs- und Konferenz-Drehscheibe Saudi-Arabiens an. Spiegel sieht darin die Gefahr eines offenen Krieges. Je länger Flughäfen ausfallen, desto größer der wirtschaftliche Schaden und der Druck, zurückzuschlagen.
Wer in die Golfregion reist, sollte vor dem Flug bei der Fluglinie und dem Auswärtigen Amt nachfragen. Der Ölpreis kann am Montag reagieren, und damit Heizöl und Diesel.
Nur ein harter Gegenschlag zeigt den Huthi, dass Angriffe auf Zivilflughäfen einen Preis haben.
Jeder weitere Schlag trifft Zivilisten und macht aus dem Iran-Krieg einen Krieg um die ganze Halbinsel; nur Verhandlungen helfen.
Wir achten auf drei Dinge: ob der Flughafen Riad wieder öffnet, was Washington nach „Wir handeln schnell“ tut und wie der Ölpreis in den Montag startet. Die Aramco-Behauptung der Huthi ist so lange ein Gerücht, bis Satellitenbilder oder Aramco selbst sie bestätigen.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 8 · Morgenausgabe · Mo., 12. Okt. 2026