Zwei Schiffe in der Straße von Hormus gesunken, Huthi-Rakete trifft die Aramco-Zentrale
Nahe der Straße von Hormus sank ein Containerschiff, nachdem es von einem Geschoss getroffen worden war (Reuters, Bloomberg, Süddeutsche Zeitung, Guardian). Die iranische Revolutionsgarde erklärte, ein Schiff unter der Flagge Singapurs sei auf eine Seemine gelaufen (Süddeutsche Zeitung, FAZ). Der Spiegel schreibt am frühen Donnerstag von zwei versenkten Schiffen und einem beschädigten dritten, n-tv von vier angegriffenen Schiffen; die Zahlen stimmen nicht überein. Nach dem Guardian ist es der stärkste Anstieg iranischer Angriffe auf die Schifffahrt seit Kriegsbeginn, Teheran wolle die Wasserstraße vor den US-Wahlen schließen; n-tv berichtet von einer neuen Angriffstaktik vor den Wahlen. Außerdem traf eine Huthi-Rakete die Zentrale des saudischen Ölkonzerns Aramco, die nach Reuters schwer beschädigt wurde (Reuters, Zeit, FAZ, Spiegel). Die Huthi kündigten weitere Angriffe auf Flughäfen und Ölanlagen in Saudi-Arabien an (Reuters). Ein Tennisturnier in Saudi-Arabien wurde deshalb verlegt (FAZ, T-Online).
Die Straße von Hormus ist eine zentrale Route des Öltransports. Angriffe auf Schiffe und Ölanlagen können Ölpreise und Frachtraten bewegen und die Versorgung gefährden.
Heizöl und Kraftstoff reagieren auf den Ölpreis, die Lage am Golf bleibt ein Preisrisiko. Wer in die Region reist, sollte die Hinweise des Auswärtigen Amts prüfen.
Wir achten darauf, wie viele Schiffe tatsächlich gesunken sind und ob Reedereien die Route meiden. Die Angaben von Spiegel (zwei versenkt), n-tv (vier angegriffen) und Reuters (eines) lassen sich nicht in Einklang bringen. Die iranische Darstellung einer Seemine ist eine Eigenangabe.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 11 · Morgenausgabe · Do., 15. Okt. 2026