US-Inflation steigt im September auf 3,7 Prozent, Anleger setzen auf Zinserhöhungen, Technologiewerte brechen weltweit ein
Die Verbraucherpreise in den USA lagen im September 3,7 Prozent über dem Vorjahr, mehr als erwartet, getrieben von den Kraftstoffpreisen (Spiegel, FAZ, n-tv, Reuters). Bloomberg spricht vom schnellsten Anstieg seit April. Die Wetten auf Zinserhöhungen der US-Notenbank nahmen zu; Fed-Vertreter Daly hält weitere Erhöhungen für wahrscheinlich, aber nicht dringlich (Reuters). Technologiewerte gaben an der Wall Street nach, die Financial Times nennt Nvidia, Oracle und CoreWeave unter den Verlierern. In Asien setzte sich der Ausverkauf am frühen Donnerstag fort (Reuters, FT, Bloomberg). Wie der DAX am Mittwoch schloss, haben wir nicht aus zwei Quellen bestätigt.
Hohe Inflation erschwert der Notenbank die Lage und kann Zinsen lange hoch halten. Das belastet Aktien, vor allem Technologiewerte, und verstärkt die Sorge um die Finanzierung der Investitionen in künstliche Intelligenz (Bloomberg).
Steigende US-Zinsen wirken auf Kredite und Anlagen weltweit. Wer Aktienfonds oder ETFs hält, kann Schwankungen in Technologiewerten spüren. Kurzfristige Kursausschläge sagen wenig über die langfristige Entwicklung.
Die Notenbank sollte nicht übereilt reagieren; Fed-Vertreter Bowman sieht Zeit zum Abwarten (Reuters).
Wer weitere Zinserhöhungen erwartet, verweist auf die Kerninflation, die nach Daly hartnäckig bleibt (Reuters).
Wir achten darauf, wie Xetra und Börsen in Europa heute auf den Ausverkauf in Asien reagieren und ob sich die Zinsprognosen weiter verschieben. Konkrete Indexstände können wir nicht bestätigen; Zahlen aus nur einer Quelle lassen wir weg.
DailyDrop Ausgabe Deutschland Nr. 11 · Morgenausgabe · Do., 15. Okt. 2026