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Wiener Börse: ATX schließt die Woche mit +0,6 Prozent, Lenzing bricht nach Kapitalerhöhung um fast 30 Prozent ein

Der ATX schloss am Freitag, 2. Oktober, bei 6.718,25 Punkten, ein Plus von 0,60 Prozent oder 39,84 Punkten (finanzen.at, finanzen.net). Zuvor hatte es mehrere schwache Handelstage gegeben. Banken blieben unter Druck: Erste Group −1,73 Prozent, Raiffeisen Bank International −0,43 Prozent. AT&S gewann 10,4 Prozent auf 223,00 Euro. Lenzing verlor 29,54 Prozent auf 13,74 Euro (boerse-social, finanzen.ch); Anlass ist die geplante Kapitalerhöhung von etwa 300 Millionen Euro mit Bezugsrechten, die Bezugsfrist läuft laut Medienberichten bis 20. Oktober. Der EZB-Referenzkurs lag bei 1,1225 US-Dollar je Euro nach 1,1298 am Vortag.

Die Wiener Börse ist stark von Banken und Industrie geprägt und reagiert empfindlich auf Zinsfantasie und Ölpreis. Lenzing ist ein Beispiel dafür, wie eine Verwässerung durch neue Aktien den Kurs auch bei laufender Sanierung stark drücken kann.

Wer Lenzing-Aktien im Depot hat, entscheidet bis zur Bezugsfrist über den Umgang mit den Bezugsrechten; Banken informieren dazu. Für ATX-Fonds und Sparpläne bleibt das Wochenplus ein Zwischenstand.

Optimisten verweisen auf das Jahresplus von über 26 Prozent und die Entspannung bei Zinssorgen.

Skeptiker sehen in den schwachen Banken und im Lenzing-Einbruch Warnzeichen für die Breite des Marktes.

Ein Wochenplus nach roten Tagen ist noch keine Trendwende. Entscheidend sind die Zinssignale nach dem US-Arbeitsmarktbericht und ob sich die Banken stabilisieren. Bei Lenzing zählt, wie viele Aktionäre ihre Bezugsrechte ausüben.

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