Trump kündigt nach Telefonat mit Putin Dieselmengen aus Russland an und lockert Sanktionen befristet
Trump kündigte nach einem Telefonat mit Putin auf Truth Social an, Russland werde sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel bereitstellen, im November weitere 500.000 Tonnen und danach eine Million (Berliner Zeitung, web.de, taz). Das US-Finanzministerium erteilte eine befristete Lizenz für Verkauf, Lieferung, Entladung und Import russischen Diesels bis 7. April 2027. Selenskyj nannte das laut Berliner Zeitung eine Investition in den Krieg und „offensichtliche Schwäche“. Die taz meldet zusätzlich, Trump fordere Selenskyjs Ablösung und die deutsche Regierung halte an den Sanktionen fest; dafür gibt es bisher nur diese Quelle. WTI schloss bei 91,85 US-Dollar.
Der Schritt lockert Sanktionen, die Russlands Einnahmen aus dem Energieexport begrenzen sollen, und kommt, während der Ölpreis durch den Iran-Krieg hoch ist. Die USA wollen offenbar das Angebot an Diesel erhöhen.
Diesel ist für Österreichs Pendler und Transportwirtschaft ein zentraler Treibstoff. Ob die zusätzlichen Mengen die Preise hierzulande senken, ist offen; die Spritpreisbremse gilt bis 30. November.
Befürworter sehen kurzfristig mehr Angebot und sinkende Preise für Verbraucher und Wirtschaft.
Kritiker, allen voran die Ukraine, sehen darin ein Geschenk an Moskau, das den Krieg mitfinanziert und Verbündete irritiert.
Der Dieselpreis ist ein Hebel, den Washington ohne Zutun der Verbündeten bewegen kann. Entscheidend sind drei Fragen: Fließt das Diesel tatsächlich, wie reagieren EU und Kyjiw, und wird die Lizenz verlängert oder ausgeweitet?
DailyDrop Ausgabe Österreich Nr. 6 · Morgenausgabe · Sa., 10. Okt. 2026