6.543,45ATX · Schluss Fr, 9. Okt · −0,26 %

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1,1206EUR/USD · EZB-Referenzkurs Fr, 9. Okt · +0,18 %
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Welt · EnergiePresse ✓ 3 Medien · Angaben beruhen auf Trumps Post und US-Lizenz

Trump kündigt nach Telefonat mit Putin Dieselmengen aus Russland an und lockert Sanktionen befristet

Die USA erlauben bis 7. April 2027 den Handel mit russischem Diesel, Russland soll sofort über 300.000 Tonnen liefern. Der ukrainische Präsident Selenskyj kritisiert den Schritt scharf.

Donald Trump schrieb am Freitag, 9. Oktober, auf Truth Social, Russland werde nach seinem Telefonat mit Wladimir Putin sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel für den amerikanischen und den Weltmarkt bereitstellen; im Laufe des Novembers sollen weitere 500.000 Tonnen folgen und danach eine Million Tonnen (Berliner Zeitung, web.de, taz). Das US-Finanzministerium erteilte laut den Berichten eine befristete Lizenz, die Verkauf, Lieferung, Entladung und Import russischen Diesels bis 7. April 2027 erlaubt. Brisant ist laut web.de, dass Trump erst im Vormonat ein Gesetz unterschrieben hatte, das ihm Befugnisse für neue Russland-Sanktionen gibt.

Selenskyj kritisierte den Schritt laut Berliner Zeitung auf Telegram: Die Erlaubnis für Russland, Erdölprodukte zu verkaufen, sei eine Investition in den Krieg; er sprach von „offensichtlicher Schwäche“ und einem Deal ohne Gegenleistung für die Ukraine. Die taz berichtet zudem, Trump habe daraufhin Selenskyjs Ablösung gefordert und die deutsche Bundesregierung halte an den Sanktionsbeschlüssen fest; beides stützt sich nur auf diesen einen Bericht. Aussagen der EU oder Österreichs lagen DailyDrop nicht vor. WTI schloss am Freitag mit plus 0,39 Prozent bei 91,85 US-Dollar.

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In Zahlen
300.000 tDiesel, die Russland laut Trump sofort liefern soll
7. April 2027Ende der befristeten US-Lizenz für russischen Diesel
1 Mio. tweitere Menge, die laut Trump nach November folgen soll
Welt · NobelpreisPresse ✓ 5 Medien · Begründung laut Nobelkomitee

Friedensnobelpreis 2026 geht an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay

Das Nobelkomitee in Oslo hat am Freitag, 9. Oktober, den Friedensnobelpreis an die südafrikanische Juristin Navanethem „Navi“ Pillay vergeben (Berliner Zeitung, watson, taz, Spektrum, Tages-Anzeiger). Komitee-Vorsitzender Jørgen Watne Frydnes würdigte ihre Bemühungen um die Förderung des Friedens und des Völkerrechts; sie habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden.

Pillay wurde 1941 in Durban geboren, wuchs unter der Apartheid auf und vertrat deren Opfer. Später war sie Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda und UN-Hochkommissarin für Menschenrechte. Von 287 Vorgeschlagenen (208 Personen, 79 Organisationen) wurde sie gewählt. Das Komitee erreichte sie bei der Bekanntgabe nicht und bat sie öffentlich, norwegische Anrufe anzunehmen. Die Verleihung ist am 10. Dezember in Oslo.

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Wort des Tages
VölkerrechtRecht

Regeln, die das Verhältnis zwischen Staaten und den Schutz von Menschen in Kriegen und Konflikten ordnen.


Politik · RegierungPresse ✓ 3 Medien · Datierung der Berichte teils unklar

Stocker hält an der Dreierkoalition fest und erwartet die Sozialhilfereform „noch heuer“

Kanzler Christian Stocker hält trotz der SPÖ-Turbulenzen an der Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS fest und betont, die Regierung müsse arbeitsfähig bleiben (VOL.AT, news.at, Nachrichten.at). Bei der geplanten Sozialhilfereform erwartet er eine Wartefrist für Menschen, die nie in das System eingezahlt haben; sie werde „noch heuer“ gelingen, sagte er laut VOL.AT.

Nach einem Bericht ist der Weg eng: Das Gesetz müsste im Oktober im Nationalrat beschlossen werden, damit die Reform am 1. Jänner 2027 starten kann, einen fertigen Entwurf gibt es laut diesem Bericht bisher nicht. News.at beschreibt, wie die Regierung um Integrationsprogramm und Sozialhilfe ringt. Nachrichten.at berichtet über „Herbstarbeit“ mit dem Versprechen von Ergebnissen. Wann genau die einzelnen Meldungen erschienen, ist unterschiedlich; DailyDrop gibt den Stand wieder, eine Einigung ist nicht gemeldet.

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Technologie · SicherheitPresse/Stellen ✓ 3 Quellen · Hintergrund, kein einzelner Vorfall

Experten warnen vor KI-gestützten Cyberangriffen, Krankenhäuser gelten als besonders kritisch

Laut ORF Oberösterreich sehen Fachleute die größere Gefahr derzeit in gezielten Cyberangriffen, die zunehmend mit Hilfe von KI geführt werden. Besonders kritisch könnten Angriffe auf Krankenhäuser und andere Teile der kritischen Infrastruktur werden (ORF OÖ, 9. Oktober).

Im August meldete die Arbeiterkammer Oberösterreich einen Cyberangriff auf ihre Systeme; wie viele Daten betroffen waren, war zunächst unklar (AK Oberösterreich). Meinbezirk berichtet über eine geplante Cyber-Behörde, die Österreich vor Angriffen schützen soll; das Datum der Meldung ist nicht gesichert. Ein konkreter Angriff auf Spitäler im Oktober ließ sich in den Quellen nicht belegen.

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Märkte · Wiener BörsePresse ✓ 3 Medien · Kurse laut dpa-AFX und boerse-social

Wiener Börse: ATX gibt 0,26 Prozent auf 6.543,45 Punkte nach, Wochenminus 2,6 Prozent

Der ATX schloss am Freitag, 9. Oktober, bei 6.543,45 Punkten, ein Minus von 0,26 Prozent oder 17,12 Punkten (finanzen.at, finanzen.net, boerse-social). Der ATX Prime verlor 0,19 Prozent auf 3.212,80. Tageshoch war 6.619,62, Tagestief 6.534,25 Punkte. Auf Wochensicht steht ein Minus von 2,59 Prozent, seit Jahresbeginn ein Plus von rund 22,9 Prozent. Beste Aktie war voestalpine mit plus 5,19 Prozent auf 44,56 Euro, schwächste Porr mit minus 3,84 Prozent auf 30,05 Euro; AT&S und OMV gaben nach. Gestützt wurde der Handel laut dpa-AFX von zeitweiser Entspannung bei Öl und Anleihen.

Der EZB-Referenzkurs stieg auf 1,1206 US-Dollar je Euro nach 1,1186 am Vortag. Die Wall Street schloss im Plus: S&P 500 +0,59 Prozent auf 7.811,54 Punkte, WTI +0,39 Prozent auf 91,85 US-Dollar, Gold +1,43 Prozent auf 4.216,3 US-Dollar. Die Wiener Börse ist am Wochenende geschlossen.

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Kurz gemeldet
  • ATX 6.543,45 (−0,26 %); voestalpine +5,19 %, Porr −3,84 %finanzen.at, boerse-social
  • EZB-Referenzkurs 1,1206 US-Dollar je Euro (Donnerstag 1,1186)dpa-AFX, onvista
  • Wall Street Freitag: S&P 500 7.811,54 (+0,59 %), WTI 91,85 USD (+0,39 %), Gold 4.216,3 USD (+1,43 %)Marktdaten
  • Friedensnobelpreis an Navi Pillaytaz, Spektrum
  • USA erlauben russischen Diesel bis 7. April 2027Berliner Zeitung, web.de
  • Stocker: Sozialhilfereform „noch heuer“VOL.AT
  • Experten: KI-Cyberangriffe, Krankenhäuser besonders gefährdetORF OÖ
  • Oberösterreich heute: führerloser Traktor kracht in KinderzimmerORF ON
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Unbestätigt – was wir nicht bestätigen können

„Trump verlangt die Absetzung Selenskyjs.“ Das berichtet nur die taz. Andere Medien, die DailyDrop gesehen hat, erwähnen es nicht; wir führen es als nicht bestätigt.
„Mit dem Diesel-Deal fallen die Russland-Sanktionen.“ Die US-Lizenz gilt nach den Berichten nur für Diesel und läuft bis 7. April 2027 (Berliner Zeitung, web.de). Weitere Sanktionen bleiben bestehen; die deutsche Regierung hält laut taz an ihren fest.

Stimmen im Netz

  • Donald Trump, US-Präsident Truth Social · 10/9Trump schrieb auf Truth Social, Russland werde sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel für den amerikanischen und den Weltmarkt liefern.
  • Donald Trump, US-Präsident Truth Social · 10/9Trump teilte auf Truth Social einen Beitrag, der das Nobelkomitee und die Friedensnobelpreisträgerin kritisiert.

Aussagen wie gepostet, nicht geprüft.

Glossar · punktiert unterstrichene Wörter – Begriffe aus Wirtschaft, Recht, Sicherheit und Wissenschaft, im Zusammenhang der Meldungen erklärt. Die Liste wächst von Tag zu Tag.
IN DIESER AUSGABETrump kündigt nach Telefonat mit Putin Dieselmengen aus Russland an und lockert Sanktionen befristetWelt · EnergieFriedensnobelpreis 2026 geht an die südafrikanische Juristin Navanethem PillayWelt · NobelpreisStocker hält an der Dreierkoalition fest und erwartet die Sozialhilfereform „noch heuer“Politik · RegierungExperten warnen vor KI-gestützten Cyberangriffen, Krankenhäuser gelten als besonders kritischTechnologie · SicherheitWiener Börse: ATX gibt 0,26 Prozent auf 6.543,45 Punkte nach, Wochenminus 2,6 ProzentMärkte · Wiener Börse