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Wien: Festnahme eines ukrainischen Journalisten hing laut Staatsanwaltschaft nicht mit seinem Beruf zusammen

Die Wiener Staatsanwaltschaft sagte am Montag, die Festnahme des ukrainischen Journalisten Mychajlo Tkatsch sei angeordnet worden, weil er an einem Ort beobachtet wurde, den zwei Männer unter Spionageverdacht ebenfalls ausgespäht hatten (Reuters). Es habe nichts mit seinem Beruf zu tun. Die Ukrajinska Prawda verlangt eine Untersuchung des Polizeieinsatzes (Kyiv Independent). Tkatsch sagt, man habe sie wie Terroristen behandelt (Zeit). Innenminister Karner verteidigte die Festnahme (Kronen Zeitung).

Der Fall betrifft die Pressefreiheit und die Frage, wie Österreich mit Spionageverdacht umgeht. Er belastet das Verhältnis zur Ukraine, die eine offizielle Erklärung verlangt.

Für Leserinnen und Leser zeigt der Fall, dass Österreich Schauplatz geheimdienstlicher Tätigkeit ist; der Staatsschutz ermittelt.

Die Behörden sagen, es habe einen konkreten Verdacht gegeben und die Festnahme sei rechtmäßig gewesen.

Die Zeitung und ihre Unterstützer sehen ein unverhältnismäßiges Vorgehen gegen einen Journalisten.

Offen bleibt, wie belastbar der Verdacht gegen die Männer ist. Je mehr die Staatsanwaltschaft belegt, desto besser lässt sich beurteilen, ob der Einsatz angemessen war.

DailyDrop Ausgabe Österreich Nr. 9 · Morgenausgabe · Di., 13. Okt. 2026

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