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Politik · Wahlen 2027✓ 2 Medien · Barometer ist Momentaufnahme, Pahud-Interview nur bei 24 heures

SVP nahe 30 Prozent, SP mit Bestwert: das SSR-Barometer ein Jahr vor den Wahlen

Zwölf Monate vor den eidgenössischen Wahlen legen SVP und Linke in der Umfrage zu, Mitte und FDP verlieren. Eine Momentaufnahme, keine Prognose.

Das jüngste Wahlbarometer der SSR sieht die SVP bei 29,9 Prozent der Wahlabsichten. Die SP käme auf 19,3 Prozent, nach Angaben von Le Temps ihr bester Wert in dieser Umfragereihe. Die Mitte und die FDP verlieren dagegen an Zustimmung. Über die Zahlen berichteten am Freitag Le Temps sowie 24 heures und die Tribune de Genève, die beide zum selben Verlag gehören. Die SSR ist die Trägerin von Radio und Fernsehen der Schweiz; sie veröffentlicht das Barometer rund ein Jahr vor dem Wahltag im Herbst 2027.

Was die Zahlen bedeuten, und was nicht: Eine Umfrage zwölf Monate vor der Wahl misst Stimmung, nicht Ergebnis. Solche Erhebungen haben üblicherweise eine Schwankungsbreite von ein bis zwei Prozentpunkten, Veränderungen von einem Punkt lassen sich also kaum vom Zufall unterscheiden. Auffälliger ist die Richtung: Die beiden Pole des Parteiensystems gewinnen, die Mitte verliert. Zudem lassen sich nationale Prozentwerte nicht eins zu eins in Sitze umrechnen. Die 200 Sitze im Nationalrat werden nach Proporz vergeben, und zwar in jedem Kanton einzeln. Kleine Kantone mit wenigen Sitzen wirken deshalb anders als grosse.

Parallel läuft die Debatte um die Nachfolge im Bundesrat. Der Waadtländer SVP-Nationalrat Yvan Pahud erklärte in einem Interview mit 24 heures, er werde nicht kandidieren: «Ce n'est pas le bon moment». Er war als möglicher Nachfolger von Bundesrat Parmelin genannt worden. Das Interview ist bisher nur bei 24 heures belegt, ein zweites Medium hat es nicht bestätigt. Aus unseren Quellen geht ausserdem nicht hervor, dass Parmelin seinen Rücktritt angekündigt hätte; die Namensnennung zeigt vor allem, dass in den Parteien bereits Personalspiele beginnen.

Offen ist, ob andere Institute ähnliche Werte messen. Eine zweite, unabhängige Umfrage steht aus, und erst ein Muster über mehrere Erhebungen würde den Trend stützen. Bis dahin gilt: Das Barometer zeigt, welche Themen und Parteien derzeit Schwung haben, es entscheidet aber nichts. Für die kommenden Monate dürfte vor allem interessieren, ob die Mitte ihre Verluste stoppen kann und wie sich die Wählerschaft im Vorfeld der Listenbildung verhält. Ein weiterer Punkt ist die Mobilisierung: Ob Wählerinnen und Wähler tatsächlich abstimmen, entscheidet in der Schweiz oft über die Verhältnisse zwischen den Lagern, und die Beteiligung lässt sich ein Jahr im Voraus nicht seriös abschätzen. Wir berichten weiter, sobald weitere Messungen vorliegen.

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Sport · Tennis✓ 4 Medien · Termin der Teilnahme nicht in unseren Quellen

Djokovic kehrt nach 15 Jahren an die Swiss Indoors zurück

Novak Djokovic nimmt an den Swiss Indoors in Basel teil, zum ersten Mal seit 15 Jahren. Das melden Watson, 24 heures, die Tribune de Genève und das Quotidien Jurassien. Der Serbe ist inzwischen 39 Jahre alt. Wie 24 heures schreibt, liegt sein Sieg gegen Roger Federer in Basel 17 Jahre zurück; er gewann damals das Finale im Heimturnier des Schweizers. Das Turnier zählt zu den wichtigsten Hallenturnieren des Kontinents und ist für Schweizer Fans ein fester Termin im Herbst. 24 heures fragt, was hinter der Zusage steckt, und spricht von einer Rückkehr «sur les terres de Federer». Die Begründung bleibt in den Berichten Interpretation; eine offizielle Erklärung des Spielers ist in unseren Quellen nicht zitiert. Klar ist nur: Für das Turnier bedeutet die Zusage einen der grössten Namen der Tennisgeschichte, und für die Ticketnachfrage dürfte das ein starkes Signal sein. Wann genau Djokovic in Basel auf dem Platz steht, entnehmen wir den Berichten nicht; das Turnier findet traditionell im Spätherbst statt. Für Basel ist es zudem ein emotionales Thema, weil der Sieg über den Lokalhelden Federer bis heute in Erinnerung geblieben ist. Zur Einordnung: Eine Teilnahme heisst nicht automatisch, dass der Serbe bis ins Finale kommt; über Setzung, Gegner und Form schreiben die Quellen nichts.

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Wirtschaft · Autoindustrie✓ 2 Medien (RTS, Le Temps) · Details des Abkommens nicht geprüft

Paris und Berlin bremsen den Umstieg aufs reine Elektroauto

Paris und Berlin haben laut RTS ein Abkommen über die Autoindustrie offiziell gemacht, das den Übergang zu rein elektrischen Fahrzeugen verlangsamt. Le Temps schreibt, die beiden Länder opferten einen Teil ihrer Klimaziele, um die Industrie zu schützen, und sprächen von einem «gemeinsamen Ansatz», der Beschäftigung erhalten solle. Beide Medien beschreiben den Schritt als Kompromiss zwischen Klimapolitik und Arbeitsplätzen. Die Frage, wie schnell der Verbrennungsmotor tatsächlich verschwindet, wird damit neu verhandelt.

Für die Schweiz ist das relevant, weil die Zulieferer hierzulande eng mit der deutschen und französischen Fahrzeugproduktion verflochten sind. Die Schweiz ist zwar nicht EU-Mitglied, übernimmt aber bei den Abgasvorschriften für Neuwagen häufig die europäischen Grenzwerte. Konkrete Fristen und Quoten des Abkommens nennen die vorliegenden Meldungen nicht, deshalb lassen sich Folgen für Importeure und Käufer noch nicht abschätzen. Wir halten fest: Zwei grosse Märkte lockern ihr Tempo, und das erhöht den Druck auf Regierungen, die an den bisherigen Zielen festhalten. Auch der Zeitpunkt ist bemerkenswert: In Frankreich stehen in rund sechs Monaten Präsidentschaftswahlen an, und hohe Lebenshaltungskosten sind dort politisch brisant. Ob das Abkommen darauf reagiert, steht in den Berichten nicht.

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Wirtschaft · Finanzplatz✓ 1 Medium (Le Temps) · Konjunktiv, nicht bestätigt

London soll UBS eine Sitzverlegung angeboten haben

Die britische Regierung soll der UBS vorgeschlagen haben, ihren Hauptsitz von der Schweiz nach Grossbritannien zu verlegen. Das berichtet Le Temps im Konditional. Die frühere britische Finanzministerin Rachel Reeves habe demnach Gespräche mit der Führung der Bank geführt. Es handelt sich um eine einzelne Quelle, ein zweites Medium und eine Stellungnahme der UBS liegen in unseren Unterlagen nicht vor. Le Temps nennt weder Zeitpunkt noch Form der angeblichen Gespräche.

Der Hintergrund ist bekannt: Seit der Übernahme der Credit Suisse wird in der Schweiz über strengere Eigenkapitalvorgaben für die Grossbank diskutiert, und immer wieder steht im Raum, dass sie das Land verlassen könnte. Die Meldung ist also plausibel, aber unbelegt. Ob es konkrete Angebote, nur Sondierungen oder blosse Gerüchte gab, bleibt offen. Wir beobachten, ob UBS, Bundesbehörden oder weitere Medien reagieren. Für die Schweiz hängen am Hauptsitz Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Prestige. Wer die Meldung weitergibt, sollte darum klar machen, dass bisher nur eine Zeitung im Konditional berichtet. Ein Dementi oder eine Bestätigung der Bank würde die Lage rasch klären. Bis dahin bleibt es bei einer Meldung, die man ernst nehmen, aber nicht als Tatsache behandeln sollte.

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Sport · Wochenende✓ 2 bis 10 Medien je Meldung · Resultate nach Berichten

Lugano dreht in der Conference League, Davos gewinnt in Lugano

Der FC Lugano hat in der Conference League nach einem Rückstand gegen Belgrad gewonnen; zehn Medien berichten über die Wende. Im Eishockey kann Davos nach einem Sieg in Lugano aufatmen: Nach einem Rückstand im Startdrittel drehte der HCD die Partie mit drei Toren im zweiten Drittel (Blick, Google News). Der ZSC zeigte laut Watson erneut einen starken Auftritt, Servette bleibt erster Verfolger. Für den Schweizer Fussball ist der Sieg in Europa wichtig, weil er Punkte für die Koeffizientenwertung bringt und das Selbstvertrauen stärkt. Im Eishockey bleibt das Rennen um die vorderen Plätze der Liga eng, auch wenn nach wenigen Runden noch nichts entschieden ist.

Bei der Pumptrack-Weltmeisterschaft in Peking holte Nadine Aeberhard den Titel, Tristan Borel gewann Bronze (24 heures). Und in der NHL läuft dank Nico Hischier bei den New Jersey Devils nun auch das Mundartlied «Richi» (Watson). Weitere Resultate des Wochenendes finden sich in den Ligatabellen der Verbände. Ausserdem meldet 24 heures den Tod eines südafrikanischen Spielers, der am Vorabend eines Spiels auf der Île de Ré tot in seinem Hotel gefunden wurde. Die Umstände sind laut dem Bericht noch nicht geklärt.

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Kurz gefasst
  • Kerosin-Knappheit: Der Krisenchef des Bundes erklärt, warum er eingreifen musste.Watson
  • Süditalien: In Kalabrien und Apulien gibt es lange Schlangen an Tankstellen, wegen eines tagelangen Streiks.20 Minuten
  • Cyberangriff auf Beyond Gravity: China steht unter Verdacht.RTS
  • Denner streicht 2027 die allgemeine Lohnrunde, verdoppelt aber den Personalrabatt.20 Minuten
  • Zürcher Landschaft: Die ersten Robotaxis der Schweiz sind für die Öffentlichkeit zugänglich.Jev-Ranking, 2 Medien
  • Biel prüft ein Parkkarten-Verbot für zu grosse Autos.Blick
  • Wallis: Neuer Verdachtsfall bei der AOC-Weinkontrolle, die Kontrollen wurden verdreifacht.24 heures
Sieben Minuten jeden Morgen, eine Titelseite — siehe Über uns

Unbestätigt — was wir nicht belegen konnten

Die UBS verlegt ihren Hauptsitz nach Grossbritannien. Nicht bestätigt. Le Temps berichtet im Konditional über einen britischen Vorschlag, ein zweites Medium und eine Stellungnahme der UBS fehlen.
Bundesrat Parmelin tritt demnächst zurück, Pahud ist sein Nachfolger. Nicht belegt. Pahud sagt laut 24 heures, er kandidiere nicht. Einen Rücktritt Parmelins melden unsere Quellen nicht.
In Italien sei der Treibstoff landesweit ausgegangen. Übertrieben. 20 Minuten beschreibt Engpässe und Schlangen in Kalabrien und Apulien während eines Streiks, nicht das ganze Land.
Glossar · gepunktete Wörter — Begriffe aus Wirtschaft, Recht, Sicherheit und Wissenschaft, im Zusammenhang der Meldung erklärt. Die Liste wächst täglich.
IN DIESER AUSGABESVP nahe 30 Prozent, SP mit Bestwert: das SSR-Barometer ein Jahr vor den WahlenPolitik · Wahlen 2027Djokovic kehrt nach 15 Jahren an die Swiss Indoors zurückSport · TennisParis und Berlin bremsen den Umstieg aufs reine ElektroautoWirtschaft · AutoindustrieLondon soll UBS eine Sitzverlegung angeboten habenWirtschaft · FinanzplatzLugano dreht in der Conference League, Davos gewinnt in LuganoSport · Wochenende