Nach dem SPÖ-Krisentreffen vom Sonntag melden sich die Regierungspartner. Thomas Stelzer (ÖVP, Oberösterreich) erklärte nach der Videokonferenz der ÖVP-Landeshauptleute am Montag, die Lage sei der Stabilität der Bundesregierung nicht zuträglich, die Regierung müsse arbeitsfähig bleiben. Markus Wallner (ÖVP), Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, hatte vor Bablers Entscheidung gewarnt, die Debatte helfe der Koalition nicht (Salzburg24). Beate Meinl-Reisinger (NEOS) kritisierte die mehrmonatige Übergangsfrist, ÖVP und NEOS bekräftigten das Regierungsprogramm (trend.at, news.at). Stocker schloss weiterhin Neuwahlen aus.
Die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS braucht für Gesetze alle drei Partner. Solange die SPÖ-Spitze ungeklärt ist, kann jeder Reformstreit zum Machtstreit werden. Dass die ÖVP-Länder sich einschalten, zeigt, dass der Druck nicht nur aus Wien kommt.
Für Sie bedeutet das zunächst nur, dass geplante Gesetze weiterverhandelt werden. Konkrete Folgen entstehen erst, wenn Vorhaben wie die Sozialhilfe-Reform scheitern oder verschoben werden.
ÖVP und NEOS sehen den Auftrag der Regierung unverändert; Personalfragen der SPÖ dürften die Arbeit nicht lähmen.
Kritiker verweisen auf die Schwäche der SPÖ in Umfragen und auf ÖVP-Kräfte, die eine härtere Linie wollen (profil); das ist die Darstellung eines einzelnen Mediums.
Gestern ging es um Bablers Rückzug, heute um die Frage, ob die Regierung noch Tempo hat. Beobachten Sie, ob ÖVP und NEOS konkrete Fristen für Reformen setzen und wie die SPÖ-Doppelspitze auftritt, wenn die Sozialhilfe-Verhandlungen weitergehen.
ORF, profil, Salzburg24, trend.at, Exxpress (5.–6. Okt. 2026)
Nach dem SPÖ-Umbau mahnen ÖVP-Landeshauptleute und NEOS zur Stabilität der Regierung
Neu gegenüber gestern: Die ÖVP-Landeshauptleute berieten per Videokonferenz, NEOS-Chefin Meinl-Reisinger kritisiert die lange Übergangsfrist. Kanzler Stocker bleibt bei „Herbst der Ergebnisse“.
Nach der Einigung der SPÖ auf einen Rückzug Andreas Bablers auf Raten haben sich die Partner der Dreierkoalition zu Wort gemeldet. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sagte nach einer Videokonferenz der ÖVP-Landeshauptleute am Montag, die Lage sei der Stabilität der Bundesregierung nicht zuträglich; entscheidend sei, dass die Regierung arbeitsfähig bleibe (Berichte aus ORF, news.at und Salzburg24). Der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Markus Wallner (ÖVP), hatte schon vor Bablers Schritt gewarnt, die Führungsdebatte helfe der Koalition nicht.
NEOS-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sagte laut Salzburg24, Personalentscheidungen der SPÖ seien Sache der SPÖ, die Reformen müssten aber ohne weitere Verzögerung umgesetzt werden. ÖVP und NEOS bekräftigten das Regierungsprogramm (trend.at, news.at). Kanzler Christian Stocker hält an Neuwahl-Absage und „Herbst der Ergebnisse“ fest. Profil berichtet, der Burgenländer Hans Peter Doskozil sei der Erste gewesen, der Babler zum Rücktritt aufgefordert habe, und in der ÖVP wollten manche eine härtere Linie fahren; das sind Darstellungen eines einzelnen Mediums.