Andreas Babler hat sich am Dienstag, 6. Oktober, in einem Instagram-Video an die SPÖ-Mitglieder gewandt, seine erste Ansprache seit dem Krisentreffen vom Sonntag (ORF, SN, derStandard). Er nannte den vereinbarten „geordneten Übergang“ einen „Riesenerfolg“, bleibt nach eigenen Worten noch einige Wochen Parteichef und Vizekanzler und will als Minister weitermachen, „auf Wunsch“ des designierten Vizekanzlers Marterbauer. Holzleitner und Kucher schrieben laut derStandard einen Brief an die Partei („zu oft übereinander gesprochen“) und wollen nach den Berichten beim außerordentlichen Parteitag im Frühjahr nicht antreten. Gleichzeitig zeigen Umfragen neue Tiefstwerte (14 Prozent).
Wie die SPÖ den Übergang erzählt, entscheidet mit darüber, ob die Basis ihn mitträgt. Eine positive Rahmung trifft auf sinkende Umfragewerte und auf Kritik aus Medien und Opposition.
Für Sie bleibt zunächst alles unverändert; Parteiwechsel an der Spitze ändern keine Gesetze. Relevant wird es, wenn sich die SPÖ-Haltung zu Reformen wie der Sozialhilfe ändert.
Die Parteiführung sieht einen geordneten Übergang, der Zeit für eine Neuaufstellung gibt und die Regierung nicht gefährdet.
Kritiker, etwa Exxpress und oe24, halten die Bezeichnung „Riesenerfolg“ für unglaubwürdig angesichts von 14 Prozent in den Umfragen und 5 Prozent für Babler in der Kanzlerfrage.
Ein Video ist keine Entscheidung. Aussagekräftig wird, ob die Gremien die Doppelspitze formell bestätigen, ob Holzleitner und Kucher beim Parteitag tatsächlich auf eine Kandidatur verzichten und ob die SPÖ bis dahin in der Regierung verlässlich auftritt.
ORF, SN, derStandard, oe24, Exxpress (6.–7. Okt. 2026)
Babler wendet sich per Instagram-Video an die Mitglieder und nennt den Übergang einen „Riesenerfolg“
Neu gegenüber den Vortagen: Bablers erste direkte Ansprache an die Partei seit dem Krisentreffen, ein Brief von Holzleitner und Kucher und eine neue Umfrage mit der SPÖ bei 14 Prozent.
SPÖ-Chef Andreas Babler hat sich am Dienstag, 6. Oktober, in einem Instagram-Video erstmals seit dem Treffen vom Sonntag an die Parteimitglieder gewandt (ORF, SN, derStandard). Er bezeichnete den vereinbarten „geordneten Übergang“ als „Riesenerfolg“ und sagte, die Vision der Partei sei größer als eine einzelne Person. Als Minister wolle er „auf Wunsch“ des designierten Vizekanzlers Markus Marterbauer weitermachen.
Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher, die geschäftsführende Doppelspitze, schrieben laut derStandard in einem Brief an die Partei, man habe „zu oft übereinander gesprochen“; nach den Berichten wollen beide beim außerordentlichen Parteitag im Frühjahr nicht selbst antreten. Exxpress und oe24 spotten über das Wort „Riesenerfolg“ angesichts neuer Umfragewerte, die SPÖ liegt bei 14 Prozent. Marterbauer hat laut den Berichten seine Bereitschaft für das Vizekanzleramt erklärt.