Trump sagte am Montag (Ortszeit) auf Nachfragen, er würde ein Treffen mit Putin und Xi wahrnehmen; vor allem würde es um Atomwaffen und nukleare Abrüstung gehen (Zeit Online, Tagesspiegel). Nach dem Wall Street Journal, wiedergegeben vom Tagesspiegel, stammt die Idee von Putin und könnte beim Apec-Gipfel am 18. und 19. November in Shenzhen umgesetzt werden. China hat die Pläne nach diesen Angaben nicht bestätigt, die US-Regierung ebenfalls nicht offiziell. Kremlsprecher Peskow bestätigte, dass über ein solches Treffen gesprochen wurde. Selenskyj verlangt einen Platz am Verhandlungstisch, Außenminister Sybiha warnt vor einer Ermutigung Putins (Tagesspiegel). Spiegel und Tagesschau berichten, Selenskyj werfe den USA vor, bezahlte Raketenlieferungen zu blockieren; Handelsblatt und Zeit Online melden ein Treffen mit Witkoff in Oslo.
Ein Treffen ohne die Ukraine würde Verhandlungen über den Krieg in Kiew vorbei führen und das Gewicht der drei Atommächte betonen. Der Apec-Gipfel bietet einen Rahmen, in dem Trump und Xi ohnehin zusammenkommen könnten, was die Planung erleichtert. Für Europa hängt viel daran, ob ein Ergebnis ohne die Ukraine und ohne die EU zustande kommt.
Für Leser in Deutschland ist die Frage praktisch: Von einer Einigung oder einem Scheitern hängen Energiepreise, Rüstungsausgaben und die Debatte über weitere Waffenlieferungen ab. Die Bundesregierung wird sich zu einem Gipfel ohne Kiew und Brüssel äußern müssen.
Befürworter sehen in einem Dreiertreffen eine Chance, die Atommächte an einen Tisch zu bringen und über Rüstungskontrolle zu sprechen, die sonst stockt. Trump selbst verbindet das Treffen laut den Berichten mit nuklearer Abrüstung und zeigt damit ein Thema jenseits der Ukraine.
Selenskyj und sein Außenminister halten ein Treffen ohne Ukraine für inakzeptabel und warnen, es ermutige Putin. Der Streit um blockierte, bereits bezahlte Raketenlieferungen verstärkt in Kiew den Eindruck, dass Washington Druck auf die Ukraine ausübt.
Bestätigt ist, dass Trump offen für ein Treffen ist und der Kreml über ein solches Treffen gesprochen hat. Nicht bestätigt sind Ort, Termin und Teilnahme Chinas. Heute zu beobachten: eine Reaktion aus Peking und der Bundesregierung sowie weitere Äußerungen von Selenskyj und Witkoff.
Zeit Online (Trump zu Dreiergipfel, 20.10.2026) · Tagesschau (Spannungen Trump–Selenskyj, 20.10.2026) · Tagesspiegel (Selenskyj-Forderung, 20.10.2026) · Spiegel (blockierte Raketenlieferungen, 20.10.2026) · Handelsblatt (Gespräche in Oslo, 20.10.2026)
Trump zeigt sich offen für ein Dreiertreffen mit Putin und Xi, Selenskyj verlangt einen Platz am VerhandlungstischTrump zeigt sich offen für ein Dreiertreffen mit Putin und Xi, Selenskyj verlangt einen Platz am Verhandlungstisch
Nach Berichten geht die Idee auf Putin zurück und könnte im November am Rande des Apec-Gipfels in China Gestalt annehmen; vereinbart ist nichts.
US-Präsident Donald Trump hat sich offen für ein Dreiertreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gezeigt. Auf Nachfragen von Journalisten sagte er am Montag (Ortszeit), er würde ein solches Treffen wahrnehmen; zur Sprache kämen dabei vor allem Atomwaffen und nukleare Abrüstung, aber auch weitere Themen wie die Ukraine. Das berichten Zeit Online und der Tagesspiegel. Nach Informationen des Wall Street Journal, die der Tagesspiegel wiedergibt, geht die Idee auf Putin zurück: Der Kremlchef wolle die beiden anderen am Rande des Apec-Gipfels treffen, der am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen stattfindet. China hat die Pläne nach diesen Angaben nicht bestätigt, und die Regierung Trump hat sie bisher nicht offiziell bestätigt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass über ein solches Treffen gesprochen wurde. Vereinbart ist nach den Berichten noch nichts.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlangt, bei Gesprächen über die Zukunft seines Landes am Verhandlungstisch zu sitzen; nur dann sei ein solches Treffen akzeptabel, schreibt der Tagesspiegel. Außenminister Andrij Sybiha warnte demnach, ein Dreiertreffen würde Putin nur ermutigen, den Krieg fortzusetzen. Zugleich verschärft sich der Ton zwischen Washington und Kiew. Laut Zeit Online sagte Trump, die USA hätten der Ukraine viel gegeben und von ihr nichts zurückbekommen. Selenskyj wirft den USA nach Spiegel und Tagesschau vor, bezahlte Raketenlieferungen zu blockieren, und sprach nach Zeit Online mit Außenminister Marco Rubio über die Drosselung von Starlink und über Abfangraketen. In Oslo traf Selenskyj nach Handelsblatt und Zeit Online den US-Gesandten Steve Witkoff.