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DailyDrop.

—EUR/USD · Donnerstag nicht bestätigt
DAX25,382.62▲0.33%10/15EUR/USD—S&P 500—WTI—Gold—
Wirtschaft · Banken · EZBPresse ✓ 7 Medien · Angaben laut UniCredit

EZB erlaubt UniCredit offenbar, ihren Anteil an der Commerzbank aufzustocken, die Bank will zum Jahresende rund 50 Prozent der Stimmrechte halten

Nach Angaben der italienischen Großbank hat die Bankenaufsicht der EZB die Aufstockung genehmigt. Die Meldungen stützen sich auf die Mitteilung der UniCredit, eine eigene Erklärung der EZB nennen sie nicht. Die Folgen für Frankfurt und für die Commerzbank sind offen.

Die italienische Großbank UniCredit steht offenbar kurz vor der Übernahme der Commerzbank. Nach ihren eigenen Angaben haben die Bankenaufseher der EZB genehmigt, dass sie ihre Anteile an der Commerzbank aufstockt; die Nachricht wurde am Donnerstagabend bekannt (Spiegel, Zeit, Handelsblatt, FAZ, ZDFheute, BILD). Die italienische Nachrichtenagentur ANSA schreibt, die Erlaubnis gelte für Anteile über 30 Prozent hinaus und kenne keine Obergrenze. Das steht bisher nur dort.

Seit zwei Jahren nähert sich die UniCredit der Commerzbank an (Handelsblatt). Mit einem Übernahmeangebot im Sommer verfehlte sie eine Mehrheit nur knapp (Handelsblatt). Nach der FAZ will sie zum Jahresende rund 50 Prozent der Stimmrechte halten; die FAZ nennt die Genehmigung einen zentralen Schritt der Übernahme. Zu möglichen Auflagen der Aufseher machen die vorliegenden Meldungen keine Angaben.

Die Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hatte der Zeit zuvor gesagt, es sei „nicht per se“ ihre Aufgabe, eine Übernahme zu verhindern (Zeit, Einzelquelle). Wie sich die Commerzbank und die Bundesregierung zur Genehmigung äußern, steht in den Meldungen vom Abend nicht.

Schon am Morgen hatte die FAZ gefragt, was die Commerzbank-Übernahme für Frankfurt bedeutet. Der Machtkampf scheine entschieden, schreibt sie; nun gehe es darum, was die Politik für den Standort noch herausholen könne und was von der deutschen Eigenständigkeit der Bank bleibe. Unabhängig davon meldet das Handelsblatt, Frankfurt falle im Ranking der Finanzplätze zurück (Einzelquelle). Bloomberg berichtet, die UniCredit arbeite an einer Absicherung deutscher Wohnbaudarlehen über eine Milliarde Euro, während sie ihre Präsenz in Deutschland ausbaue (Einzelquelle).

Für Kundinnen und Kunden ändert die Genehmigung zunächst nichts. Ob die UniCredit ein neues Angebot vorlegt, wie sie die Bank führen will und was das für Filialen und Stellen bedeutet, beantworten die Meldungen nicht. Auch der Kurs der Commerzbank-Aktie nach der Nachricht ist nicht bestätigt.

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Zahlen des Tages
über 400 Mio.Barrel Öl aus Notreserven will die IEA insgesamt freigeben (Reuters, Zeit, Bloomberg)
45 Jahrekünftige Altersgrenze für das Mammografie-Screening auf Kassenkosten, bisher 50 (Tagesschau, Spiegel, Süddeutsche Zeitung)
16./17. Jan.Sonderparteitag der SPD mit Neuwahl des Vorstands, Ort Bremen (Zeit, Tagesschau)
Politik · EU · AutoindustriePresse ✓ 9 Medien · Einzelheiten offen

Merz und Macron einigen sich beim EU-Gipfel auf eine Lockerung des Verbrenner-Aus, Frankreich erhält strengere „Made in EU“-Vorgaben

Deutschland und Frankreich haben sich am Donnerstag beim EU-Gipfel in Brüssel auf eine Reform der europäischen Autopolitik geeinigt (Spiegel, Zeit, FAZ, Handelsblatt, Welt, T-Online). Neuwagen sollen ab 2035 wohl doch nicht ausnahmslos emissionsfrei sein müssen, das Verbrenner-Aus wird damit abgeschwächt (Zeit, Spiegel). Nach dem Handelsblatt setzt Kanzler Merz Lockerungen für Verbrenner durch, Präsident Macron strengere „Made in EU“-Vorgaben; das Handelsblatt fasst es als „Mehr Verbrenner, weniger China“ zusammen.

Die FAZ schreibt, damit dürfte der Weg auf EU-Ebene frei sein, der Deal habe für Berlin aber einen Preis. Welchen, nennen die Meldungen nicht. Das Handelsblatt berichtet, SPD-Minister hätten Merz zuvor einen Kompromiss angeboten (Einzelquelle). Der Spiegel verweist auf eine Analyse, wonach die Branche die umstrittenen CO₂-Grenzwerte dank des E-Auto-Booms erreichen könnte, obwohl sie auf Lockerung drängt (Einzelquelle). Die Einigung zweier Regierungen ist noch kein EU-Beschluss.

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Wort des Tages
StimmrechteWirtschaft

Anteil der Stimmen, die ein Aktionär in der Hauptversammlung abgeben kann. Wer mehr als die Hälfte hält, kann Beschlüsse im Alleingang durchsetzen.


Politik · EU · HaushaltPresse ✓ 8 Medien · Beträge nicht bestätigt

Merz pocht beim EU-Gipfel auf einen deutlich kleineren Haushalt und will russisches Vermögen nicht in die USA überführen

Beim EU-Gipfel in Brüssel ringen die Staats- und Regierungschefs um den neuen EU-Haushalt, den das Handelsblatt und die Tagesschau einen Billionen-Haushalt nennen. Bundeskanzler Merz erwartet „sehr, sehr schwierige“ Verhandlungen (Spiegel, Handelsblatt). Deutschland verlangt ein deutlich kleineres Budget als bislang vorgeschlagen (Handelsblatt, Euronews). Der Spiegel schreibt, Brüssel fordere mehr Geld, Merz nenne die Pläne „unbezahlbar“; die WirtschaftsWoche berichtet, er knüpfe den Haushalt an Bürokratieabbau. Einige Länder teilen seine Sicht, andere können den Sparvorschlägen nichts abgewinnen. Die Fronten sind laut Tagesschau klar, der große Knall blieb aus.

In der Ukraine-Frage sagte Merz nach dem Spiegel, die Hilfe müsse weitergehen oder sogar wachsen, doch nicht alle in Europa sähen das so. Die Financial Times hatte berichtet, die USA wollten einen Teil eingefrorener russischer Vermögenswerte freigeben; Merz erteilte dem vor dem Gipfel eine klare Absage: Das Vermögen müsse in Europa bleiben (Handelsblatt, Spiegel). Der Spiegel kommentiert, Merz solle in der Haushaltsfrage hart bleiben.

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Ukraine · Russland · EnergiePresse ✓ 9 Medien · Preisfolgen offen

Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an, während Washington Dieselsanktionen aussetzt und die IEA Ölreserven schneller freigeben will

Die Ukraine will wieder russische Ölraffinerien angreifen: Präsident Selenskyj kündigte neue Schläge an (Zeit, Handelsblatt, Spiegel, MDR, BILD; nach Reuters unter Berufung auf die Financial Times). T-Online meldet, die Ukraine habe die Angriffe bereits wieder aufgenommen; Reuters berichtet von einem Feuer in der Raffinerie von Rjasan nach einem Drohnenangriff, so der Gouverneur (Einzelquelle). Der Spiegel stellt die Ankündigung in den Zusammenhang eines Deals der USA mit dem Kreml. Das Handelsblatt schreibt, Trump setze Dieselsanktionen gegen Russland aus; Moskau sehe in den Angriffen einen Affront gegenüber Trump. Der Kreml sagte, Russland nehme die Dieselexporte nach der Vereinbarung mit Trump wieder auf (Reuters); n-tv schreibt, Moskau feiere den Deal und wolle den Weltmarkt beliefern.

Washington prüft zudem, Sanktionen gegen Schiffe der Schattenflotte zu lockern, um Frachtraten zu senken (Spiegel, FAZ, n-tv, Reuters). Experten bezweifeln den Nutzen (n-tv). Senatoren beider Parteien fordern ein Ende des Dieseldeals, meldet n-tv (Einzelquelle). Die IEA will die Freigabe ihrer Ölreserven beschleunigen; die Gesamtmenge soll 400 Millionen Barrel übersteigen, darunter mehr als 20 Millionen Barrel Diesel (Reuters, Zeit, Handelsblatt, Bloomberg). Brent schloss laut FinancialJuice bei 105,92 Dollar je Barrel (Einzelquelle).

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Märkte · Technologie · ZinsenPresse ✓ 11 Medien · Schlusskurse nur teilweise bestätigt

Der Ausverkauf bei KI-Werten geht weiter: Asiens Börsen brechen ein, CoreWeave gerät unter Druck, der DAX schließt dennoch im Plus

Nach der höher als erwarteten US-Inflation vom Mittwoch schloss die Nasdaq am selben Tag nach Angaben der Straits Times 1,88 Prozent tiefer bei 26.692,87 Punkten, ihrem größten Tagesverlust seit dem 23. Juli; der Dow Jones gab nur leicht nach (zwei thailändische Börsenportale). In Asien setzte sich der Ausverkauf am Donnerstag fort (Handelsblatt, Spiegel, n-tv, heise, Reuters, AP). Heise sprach von einem „schwarzen Donnerstag“. CNBC meldet einen Einbruch des südkoreanischen Kospi um 7 Prozent und der Aktie von SK Hynix um 10 Prozent (Einzelquelle). Anleger flüchteten in Anleihen, die Renditen fielen (Bloomberg, Einzelquelle).

Dabei lieferte der Chiphersteller TSMC Rekordzahlen. Der Gewinn stieg laut n-tv um 68,7 Prozent, das Handelsblatt nennt 21 Milliarden Euro in drei Monaten; das Unternehmen erwartet nach FinancialJuice 2026 ein Umsatzplus von rund 44 Prozent in Dollar (Einzelquelle). Trotzdem gaben Chipwerte nach (Tagesschau, Finanzen.net, Bloomberg). Im Mittelpunkt steht CoreWeave, ein Anbieter von Rechenzentren für KI: Aktie und Anleihen rutschten weiter ab (Reuters, Bloomberg). Nach Bloomberg preisen Kreditausfallversicherungen eine Ausfallwahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent in fünf Jahren ein. Nvidia-Chef Huang sagte, CoreWeave brauche keine Stütze von Nvidia (FinancialJuice, Einzelquelle). Reuters meldete zudem eine Netzwerkstörung bei der Nasdaq, die Kursdaten für US-Aktien beeinträchtigte (Einzelquelle).

Der DAX eröffnete am Donnerstag im Minus (Handelsblatt) und schloss nach den Kursdaten bei 25.382,62 Punkten, 0,33 Prozent höher (Einzelquelle). Die US-Erzeugerpreise stiegen im September so stark wie seit viereinhalb Jahren nicht (Reuters, Einzelquelle). Wie sich Wall Street und Xetra heute schlagen, ist offen; den Euro-Kurs konnten wir nicht bestätigen, das rechte Ohr der Titelseite zeigt deshalb „—“.

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Kurz gefasst
  • Europa League: Leverkusen siegt 4:0 bei Lech Posen, Schick trifft doppelt per ElfmeterZeit · FAZ · BILD
  • Die Schaltsekunde wird ab 2027 abgeschafft, Forscher haben es beschlossenSpiegel · Zeit · n-tv · BILD
  • EuGH: Banken müssen Opfern von Kontobetrug das Geld zunächst erstatten, es gibt eine AusnahmeSpiegel · Tagesschau · Zeit · FAZ · Handelsblatt
  • Mieten für neu angebotene Wohnungen steigen nach dem Kiel Institut wieder schneller, besonders in Berlin und DüsseldorfFAZ · Spiegel · n-tv · Zeit
  • Bund und Nvidia vereinbaren eine KI-Kooperation, BILD spricht von einem Millionenprojekt für FirmenZeit · Handelsblatt · BILD · Focus
  • Zwei Schiffe brennen vor der rumänischen Küste im Schwarzen Meer, sieben bis acht Seeleute werden vermisstReuters · Guardian · Tagesschau
  • Huthi greifen den Regierungssitz in Aden an, der Ministerpräsident bleibt unverletztReuters · FAZ · BBC
  • China und Nordkorea weihen eine neue Grenzbrücke ein, zwölf Jahre später als geplantSpiegel · Handelsblatt · Reuters
Sieben Minuten jeden Morgen, eine Titelseite — siehe Über uns

Unbestätigt — was wir nicht belegen konnten

„Die USA werfen bald die ‚Mutter aller Bomben‘ auf Iran.“ Das US-Militär erwägt den Einsatz bei möglichen künftigen Schlägen, so ein CNN-Bericht (Reuters, Spiegel, Handelsblatt). Eine Entscheidung oder ein Einsatzbefehl ist in den Meldungen nicht belegt.
„Ein Video zeigt ein saudisches Passagierflugzeug, das nach einem Huthi-Angriff explodiert.“ AFP Fact Check stuft das Video als KI-generiert ein und ordnet auch ein weiteres Video den Angriffen auf saudische Flughäfen fälschlich zu. Reale Huthi-Angriffe auf saudische Anlagen meldet dagegen die von Saudi-Arabien geführte Koalition (Reuters).
„Harry Kane hat beim FC Bayern bis 2029 verlängert.“ Medien melden eine Einigung über einen Vertrag bis 2029 (Zeit, sport.de), ein englischsprachiger Bayern-Blog nennt eine Einigung im Grundsatz. Eine Bestätigung des Klubs liegt in den Meldungen nicht vor.
Glossar · gepunktete Wörter — Begriffe aus Politik, Wirtschaft, Recht und Sicherheit, im Zusammenhang der Meldung erklärt. Die Liste wächst täglich.
IN DIESER AUSGABEEZB erlaubt UniCredit offenbar, ihren Anteil an der Commerzbank aufzustocken, die Bank will zum Jahresende rund 50 Prozent der Stimmrechte haltenWirtschaft · Banken · EZBMerz und Macron einigen sich beim EU-Gipfel auf eine Lockerung des Verbrenner-Aus, Frankreich erhält strengere „Made in EU“-VorgabenPolitik · EU · AutoindustrieMerz pocht beim EU-Gipfel auf einen deutlich kleineren Haushalt und will russisches Vermögen nicht in die USA überführenPolitik · EU · HaushaltSelenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an, während Washington Dieselsanktionen aussetzt und die IEA Ölreserven schneller freigeben willUkraine · Russland · EnergieDer Ausverkauf bei KI-Werten geht weiter: Asiens Börsen brechen ein, CoreWeave gerät unter Druck, der DAX schließt dennoch im PlusMärkte · Technologie · Zinsen