Der Verwaltungsrat von Lindt & Sprüngli hat am Montag, 19. Oktober, Konzernchef Adalbert Lechner mit sofortiger Wirkung abberufen (SRF, NZZ, Reuters, RTS). Dieter Weisskopf, der Lindt nach Reuters von 2016 bis 2022 geführt hat und nach RTS zuletzt Vizepräsident des Verwaltungsrats war, übernimmt interimistisch. Lechner war nach Reuters seit Oktober 2022 Konzernchef. Die NZZ hält fest, dass die Mitteilung die Gründe nicht erläutert. Reuters verweist darauf, dass Lindt im September die Umsatzprognose für 2026 zum zweiten Mal gesenkt hat, und nennt als Ursachen hohe Kakaopreise und schwächeren Konsum in Europa. Ein neuer ständiger Konzernchef soll bis zum zweiten Quartal 2027 ernannt werden.
Ein Wechsel an der Spitze nach zwei Prognosesenkungen zeigt, dass der Verwaltungsrat die Strategie nicht mehr mit Lechner umsetzen will. Der Konzern leidet unter hohen Rohstoffkosten und schwächerer Nachfrage in Europa.
Für Aktionärinnen und Mitarbeitende in Kilchberg und in den Werken bringt der Wechsel Unsicherheit bis zur Wahl eines neuen Chefs. Konsumentinnen und Konsumenten merken zunächst nichts; Preise und Sortiment bleiben unverändert, solange der Konzern nichts anderes ankündigt.
Aus Sicht des Verwaltungsrats braucht es eine neue Führung, um wieder zu dauerhaftem Wachstum zurückzufinden. Mit Weisskopf setzt er auf einen Manager, der den Konzern bereits sechs Jahre geleitet hat und die Geschäfte kennt.
Kritische Stimmen sehen die Ursachen tiefer. Analysten von Vontobel sagten nach Reuters, der Verwaltungsrat hätte früher eingreifen können, und die NZZ fordert in einem Kommentar einen Generationenwechsel, weil alles am 80-jährigen Firmenpatron Ernst Tanner hänge.
Bestätigt sind die sofortige Trennung von Lechner, die Interimslösung mit Weisskopf und das Ziel einer dauerhaften Nachfolge im zweiten Quartal 2027. Nicht erläutert sind die genauen Gründe. Zu beobachten sind die Börsenreaktion, die Suche nach dem neuen Chef und die Rolle von Ernst Tanner.
SRF (Trennung von Lechner, 19.10.2026) · NZZ (Mitteilung und Kommentar, 19.10.2026) · Reuters (Prognosesenkung und Nachfolge, 19.10.2026) · RTS (Weisskopf interimistisch, 19.10.2026)
Lindt & Sprüngli trennt sich per sofort von Konzernchef Adalbert Lechner, Dieter Weisskopf übernimmt interimistisch
Wirtschaft · Konsumgüter✓ 4 Medien · Gründe in der Mitteilung nicht erläutert
Lindt & Sprüngli trennt sich per sofort von Konzernchef Adalbert Lechner, Dieter Weisskopf übernimmt interimistisch
Der Verwaltungsrat will bis zum zweiten Quartal 2027 einen neuen ständigen Chef ernennen; die Aktie hat in zwölf Monaten rund ein Viertel verloren.
Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli trennt sich mit sofortiger Wirkung von Konzernchef Adalbert Lechner. Das melden SRF, NZZ, Reuters und RTS am Montag. Nach SRF hat der Verwaltungsrat entschieden; der frühere Konzernchef Dieter Weisskopf übernimmt interimistisch. Weisskopf hat den Konzern nach Reuters von 2016 bis 2022 geleitet und war nach RTS zuletzt Vizepräsident des Verwaltungsrats. Lechner stand nach Reuters seit Oktober 2022 an der Spitze. Die NZZ hält fest, dass die Mitteilung des Unternehmens die Gründe für den Abgang nicht erläutert. Lindt will nach Reuters bis zum zweiten Quartal 2027 einen neuen ständigen Konzernchef ernennen.
Als Hintergrund nennt Reuters, dass Lindt im September die Umsatzprognose für 2026 zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt hat, wegen hoher Kakaopreise und schwächerer Nachfrage in Europa. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund ein Viertel an Wert verloren. Analysten der Bank Vontobel sagten nach Reuters, der Verwaltungsrat hätte früher eingreifen können. Die NZZ widmet dem Konzern einen Kommentar und fordert einen Generationenwechsel: Alles hänge am 80-jährigen Firmenpatron Ernst Tanner, der seine Nachfolge vorbereiten solle. RTS berichtet, dass Weisskopf nach dem Wechsel an die Spitze zurückkehrt, bis ein Nachfolger gefunden ist.
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Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli verzichtet auf eine Bundesratskandidatur (SRF, NZZ, Tages-Anzeiger, Le Temps, Watson). Sie gab den Entscheid nach Le Temps am Montag, 19. Oktober, auf Instagram bekannt und will sich auf den Kanton Zürich konzentrieren. In der NZZ nennt sie den Schritt einen «Vernunftsentscheid» und empfiehlt einen Gesundheitsdirektor aus einem anderen Kanton; der Tages-Anzeiger nennt Jean-Pierre Gallati aus dem Aargau. Nach Watson endet die Anmeldefrist der SVP Schweiz am Freitag, 23. Oktober, um 12 Uhr. Auch der Schwyzer Regierungsrat André Rüegsegger tritt nicht an (Watson). Die NZZ zählt Martullo-Blocher, Friedli, Rickli und Rüegsegger als Absagen auf, der Tages-Anzeiger Benjamin Fischer und Thomas Matter als mögliche Zürcher Kandidaten.
Rickli galt als Favoritin der Zürcher SVP. Ihr Verzicht verschiebt die Suche nach einer Nachfolge für Parmelin und lässt die Frage offen, ob die Partei eine Zürcherin oder einen Zürcher aufstellt oder die Romandie mit Céline Amaudruz zum Zug kommt.
Wer die Bundesratswahl verfolgt, sollte auf die Meldungen bis zum Fristende am Freitag achten. Bis dahin sind weitere Kandidaturen oder Absagen möglich; gewählt wird das Mitglied später von der Bundesversammlung.
Rickli begründet den Schritt mit der Verantwortung für Zürich und der Stabilität der Regierung. Die Zürcher SVP hofft laut Tages-Anzeiger trotzdem auf einen Sitz und sieht mit Fischer und Matter weitere Optionen.
Die Häufung der Absagen wirft nach der NZZ die Frage auf, wer für Parmelins Nachfolge überhaupt noch übrig bleibt. Gallati polarisiert nach dem Tages-Anzeiger in den eigenen Reihen, und Matter hatte seiner Frau 2014 versprochen, nicht Bundesrat zu werden.
Bestätigt sind Ricklis Verzicht, Rüeggseggers Absage und das Fristende am 23. Oktober. Offen sind weitere Kandidaturen und die Haltung von Gallati. Zu beobachten ist, wer sich bis Freitag meldet und ob die Zürcher SVP einen eigenen Kandidaten präsentiert.
SRF (Rickli verzichtet, 19.10.2026) · NZZ (Interview und Absagen, 19.10.2026) · Tages-Anzeiger (Gallati und Zürcher SVP, 19.10.2026) · Le Temps (Instagram-Ankündigung, 19.10.2026) · Watson (Frist und Rüegsegger, 19.10.2026)
Natalie Rickli verzichtet auf eine Bundesratskandidatur und empfiehlt den Aargauer Jean-Pierre Gallati
Politik · Bundesrat✓ 5 Medien · Weitere Kandidaturen offen
Natalie Rickli verzichtet auf eine Bundesratskandidatur und empfiehlt den Aargauer Jean-Pierre Gallati
Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli verzichtet auf eine Kandidatur für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin. Das berichten SRF, NZZ, Tages-Anzeiger, Le Temps und Watson. Rickli gab ihren Entscheid nach Le Temps am Montag auf Instagram bekannt; sie will sich auf ihren Kanton konzentrieren. In einem Interview mit der NZZ nennt sie den Schritt einen «Vernunftsentscheid» und sieht ihre Verantwortung in Zürich. Stattdessen empfiehlt sie nach der NZZ einen Gesundheitsdirektor aus einem anderen Kanton; der Tages-Anzeiger nennt den Aargauer Jean-Pierre Gallati, der in den eigenen Reihen polarisiere und sich zu der Empfehlung nicht äussert. Nach Watson endet die Anmeldefrist der SVP Schweiz am Freitag, 23. Oktober, um 12 Uhr. Mit Rickli sagt eine weitere Favoritin ab. Die NZZ zählt Martullo-Blocher, Friedli, Rickli und Rüegsegger als Absagen auf; Watson meldet, dass der Schwyzer Regierungsrat André Rüegsegger nicht antritt. Als Kandidatin hat sich bisher Céline Amaudruz gemeldet. Der Tages-Anzeiger schreibt, die Zürcher SVP hoffe trotz der Absage weiter auf einen Bundesratssitz; als mögliche Kandidaten würden Benjamin Fischer und Thomas Matter gehandelt. Matter habe seiner Frau 2014 versprochen, nicht Bundesrat zu werden.
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